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Gewächshaus eröffnet: Pflanzen und Forschen über den Dächern Berlins

Auf dem Dach des Institutes für Biologie auf dem Campus Nord der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) wurde knapp ein Jahr nach dem Richtfest das rund 600 Quadratmeter große Dachgewächshaus eröffnet. Als einziger größerer Standort für die Kultivierung von Pflanzen in Berlin-Mitte ermöglicht es durch moderne Technik das ganze Jahr über vergleichbare Anzuchtbedingungen. 

Ein Unikum in Berlin-Mitte: Forschen und Pflanzen über den Dächern Berlins ist nun mit dem neuen Dachgewächshaus auf dem lebenswissenschaftlichen Campus der HU auf 600 Quadratmetern möglich. Foto: Andreas Richter/HU Berlin

Als Standort wurde ein nicht genutzter Dachboden auf dem Campus Nord gewählt, wo auch die Arbeitsgruppe Pflanzenphysiologie untergebracht ist, meldet die HU. Mit dem Neubau ist mit einer Gesamt-Gewächshausfläche von 600 Quadratmetern doppelt so viel Fläche wie im alten Gewächshaus verfügbar. „Wir haben ein großes, modernes Gewächshaus erhalten mit einer klugen Konzeption für den Schutz vor Überhitzung und mit vielen Kammern und Kabinen, in denen Pflanzen mit unterschiedlichen Bedürfnissen getrennt angezogen werden können“, erklärt Prof. Dr. Bernhard Grimm.

Hier sei nun ausreichend Platz für die pflanzlichen Forschungsobjekte des Instituts für Biologie. Auch die Anpflanzung von Objekten aus gemeinsamen Projekten mit dem Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften können nun von hier durchgeführt werden, ebenso wie die von Kooperationen mit externen Partnern, schreibt die HU.

Durch moderne Technik und drei kühlbare Anzuchtkammern werde es nun möglich, über das ganze Jahr vergleichbare Anzuchtbedingungen zu haben. So erlaube das Gewächshaus die Anzuchten von Mutanten sowie diversen Akzessionen der verwendeten Modellpflanzen und ebenso von transgenen Pflanzen, die für die Grundlagenforschung eingesetzt werden. Die Ergebnisse können laut HU auf Kulturpflanzen, wie Tomaten, Tabak und Kartoffeln übertragen werden. (ts)