Gewürz- und Heilpflanzenanbau: Deutlich zugelegt

Veröffentlichungsdatum:

Den Gewürz- und Heilpflanzenanbau in Sachsen-Anhalt hat Landwirtschaftsministerin Petra Wernicke als wichtige Säule der Landwirtschaft bezeichnet. Anlässlich eines Besuches im Majoranwerk Aschersleben (Mawea) erklärte Wernicke, Sachsen-Anhalt zähle zu den Kräutergärten in Deutschland. Hauptgebiet des europäischen Majorananbaus befinde sich in Sachsen-Anhalt, hob sie hervor. Hochrechnungen zufolge wurden 2003 in Sachsen-Anhalt auf knapp 920 Hektar Arznei- und Gewürzpflanzen produziert; im Jahr 2002 waren es 550 Hektar. Anbaugebiete sind Aschersleben, Bernburg, Calbe und Cochstedt. Wichtige Kulturen sind Majoran, Thymian, Fenchel und Basilikum. Wernicke ging auch auf die Schwierigkeiten des Gewürz- und Heilpflanzenanbaus in Deutschland ein. Sie nannte steigende Energiekosten bei gleichbleibenden Erzeugerpreisen. Auch hätten heimische Anbauer gegen Wettbewerbsverzerrungen anzukämpfen: In Deutschland müssten genau definierte Standards und Reinheitsgebote eingehalten werden, während aus dem Ausland weniger streng kontrollierte Produkte auf den deutschen Markt drängten. Sie sprach sich daher für international gültige Standards aus.

Cookie-Popup anzeigen