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„Giftige“ Weihnachtssterne sind ein Irrtum

„Weihnachtssterne: Vergiftungsgefahr für kleine Kinder“ eine Pressinformation diesen Inhalts von der Aktion „Das sichere Haus“ (DSH), in der diverse Unfallversicherer, deren Verbände und auch einige für das Thema Sicherheit zuständige Behörden vertreten sind, wurde Anfang November von verschiedenen Medien schlagzeilenträchtig aufgegriffen. „Giftige Weihnachtssterne“ hieß es beispielsweise beim Nachrichtenkanal n-tv.

Doch die Meldung beruht auf einem Irrtum, hebt Dr. Susanne Lux, die für die Vereinigung der europäischen Weihnachtsstern-Züchter in der Kampagne „Stars for Europe“ tätig ist, hervor. Und damit gelte es aufzuräumen. In einem Brief an die Aktion „Das sichere Haus“ (www.das-sichere-haus) habe man inzwischen auf den Irrtum hingewiesen. Leider kommt es immer wieder zur Verwechslung von Wildpflanze und Kulturpflanze, macht der Brief deutlich. Der Weihnachtsstern ist ein Wolfsmilchgewächs, dessen Milchsaft in seiner Wildform tatsächlich Haut reizende Diterpene enthalte. In den handelsüblichen Zuchtformen könnten diese Stoffe jedoch nicht nachgewiesen werden. Dennoch werde auch heute immer wieder fälschlicherweise angenommen, dass auch der Topf-Weihnachtsstern giftig sei, weil er zur Familie der Wolfsmilchgewächse zählt. Diese Ansicht entspricht aber nicht dem aktuellen Stand der Forschung, heißt es weiter. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, Publikationen und auch die Erfahrungen der toxikologischen Informationszentren belegten die Unbedenklichkeit des Weihnachtssterns. Ein Anruf beim Giftinformationszentrum Göttingen ergab laut Dr. Lux, dass sich die Aktion „Das sichere Haus“ selbst offensichtlich nicht bei dieser von ihr selbst angegebenen Informationstelle rückversichert hatte. Nach Aussage der GIZ Göttingen hat der Weihnachtsstern in der Beratungspraxis keine Relevanz.