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Giftpflanze des Jahres 2006 ist das Pfaffenhütchen

Das Pfaffenhütchen wurde zur Giftpflanze des Jahres 2006 gewählt. Im August letzten Jahres rief der Botanische Sondergarten Wandsbek auf, sich an der Wahl zur Giftpflanze des Jahres 2006 zu beteiligen. Ziel der Aktion war und ist, dass sich Menschen kritisch mit dem Thema "Giftpflanzen" auseinander setzen.

Die diesjährigen Kandidaten konnten neben den Stimmen aus Deutschland auch Stimmen aus Österreich, der Schweiz und Luxemburg für sich verbuchen. Nach der Auszählung aller Stimmen ergab sich die folgende Platzierung: 1.Platz: Pfaffenhütchen - Euonymus europaeus (50 Prozent der Stimmen), 2.Platz: Tollkirsche - Atropa bella-donna (22 Prozent), 3.Platz: Stechapfel - Datura stramonium (17 Prozent), 4.Platz: Bogenhanf - Sansevieria trifasciata (elf Prozent).

Alle Pflanzenteile des Pfaffenhütchens, das auch als Spindelstrauch bekannt ist, sind stark giftig. Nach dem Verzehr von Früchten des bis zu drei Meter hohen Strauches ist es bereits zu Todesfällen gekommen. Tiere sind besonders durch das Fressen von Zweigen oder Zweigspitzen gefährdet.

Die Aktion Giftpflanze des Jahres geht weiter. Bis zum 15. August 2006 können Vorschläge für die Wahl der Giftpflanze des Jahres 2007 eingereicht werden, und zwar per Fax (+494028058634) oder per E-Mail (boso-wandsbek@hamburg.de). Aus diesen Vorschlägen wird je eine Staude, ein Gehölz und eine Kübel-/ Zimmerpflanze sowie eine Ein-/Zweijährige zur Wahl gestellt.