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Glyphosat: Christian Schmidt für Wiederzulassung

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Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt tritt für die Wiederzulassung von Glyphosat in Deutschland ein. Dabei stütze sich die Position des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf rein wissenschaftliche Fakten, wie Schmidt dem Portal agrarzeitung.de erklärte.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium befürwortet die Wiederzulassung von Glyphosat in Deutschland. Foto: countrypixel Fotolia

Schmidt legt neuen Vorschlag zur Wiederzulassung von Glyphosat vor

Medienberichten zufolge legte Schmidt der EU-Kommission vor kurzem einen neuen Vorschlag zur Wiederzulassung von Glyphosat vor. Sollte Brüssel dem Inhalt des Schreibens zustimmen, stünde einer Verlängerung für die Ausbringung glyphosathaltiger Mittel auf Bundesebene nichts mehr entgegen.

Eine EU-weite technische Verlängerung von Glyphosat sieht der Bundeslandwirtschaftsminister allerdings nicht in unmittelbarer Zukunft kommen. Seiner Ansicht nach sei das Vorhaben eine „schwierige Operation“. Dennoch sei eine baldige Abstimmung über die Zulassung möglich.

Schmidt überrascht von ablehnender Haltung anderer EU-Staaten

Dass einige Länder bereits vor der Entscheidung eine ablehnende Haltung einnehmen, überrasche Schmidt, schließlich hätten sich alle Seiten auf einen wissenschaftlichen Ansatz zur Wiederbewertung geeinigt, verriet der Bundeslandwirtschaftsminister dem Agrarischen Informationszentrum.

Kein Verständnis für Schmidts Vorstoß zeigte Nordrhein-Westfalens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel. Dass der Bundesagrarminister die Wiederzulassung von Glyphosat in einem Schreiben an die EU-Kommission befürwortet, sei ein Affront gegenüber den Ministern der Länder. „Das Thema Glyphosat steht auf der Tagesordnung der Agrarministerkonferenz und wird solange von uns auf der Agenda bleiben, bis alle offenen Fragen beantwortet sind“, so Remmels Argumentation.