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Glyphosat: Entscheidung bei EU-Kommission

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Die EU-Staaten sind sich bei der Verlängerung der Zulassung von Glyphosat weiter uneinig. Frankreich und Bulgarien votierten bei der heutigen finalen Abstimmung in Brüssel gegen eine Verlängerung, Deutschland und sechs weitere EU-Mitglieder enthielten sich ganz der Stimme. Damit liegt die Entscheidung über die weitere Zulassung des umstrittenen Herbizids jetzt in den Händen der EU-Kommission.

In Europa herrscht weiter Uneinigkeit über die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat. Foto: mg1708/Fotolia

Medienberichten zufolge wird davon ausgegangen, dass die EU-Kommission bereits in der kommenden Woche grünes Licht für die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat um bis zu 18 Monate erteilen wird.

IVA: Genehmigung von Glyphosat muss wissenschaftlichen Grundsätzen folgen

„Das europäische Pflanzenschutzrecht schreibt ausdrücklich vor, dass die Genehmigung von Wirkstoffen wissenschaftlichen Grundsätzen folgen muss. Stattdessen führen einzelne Mitgliedsstaaten auf Kosten der Europäischen Kommission ein politisches Trauerspiel auf. Durch die Blockadehaltung der Bundesumweltministerin nimmt Deutschland auf dieser Bühne eine eher unrühmliche Rolle ein“, äußerte dazu Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar (IVA).

Während Bundesagrarminister Christian Schmidt Glyphosat weiter erlauben will, hatte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks bereits im Mai erklärt, dass die SPD-geführten Ministerien einer Verlängerung der Zulassung von Glyphosat nicht zustimmen werden. Aufgrund des koalitionsinternen Streits über den Pflanzenschutzmittelwirkstoff hatte sich Deutschland bei der Abstimmung in Brüssel komplett enthalten.