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Konsumklima: Leichter Aufwärtstrend

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Die Konsumstimmung der deutschen Verbraucher zeigt im Mai ein uneinheitliches Bild. Für Juni prognostiziert der Konsumklima-Gesamtindikator 9,8 Punkte nach 9,7 Zählern im Mai – so die Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Deutschland für Mai 2016. Während die Konjunkturerwartung sowie die Anschaffungsneigung zulegen, muss die Einkommenserwartung Einbußen hinnehmen.

Der Konsumklima-Indikator für Mai steigt leicht an. Ob er das Hoch halten kann ist aber fraglich. Foto: Fotolia Minerva Studio

Leichter Anstieg der Konjunkturerwartung

Die Verbraucher gehen nach wie vor davon aus, dass die deutsche Wirtschaft ihren moderaten Aufschwung in den kommenden Monaten fortsetzt. Das signalisiert der leichte Anstieg der Konjunkturerwartung in diesem Monat. Auch die Anschaffungsneigung, die bereits ein sehr hohes Niveau erreicht hat, nimmt noch einmal zu. Lediglich die Einkommenserwartung verliert Punkte, kann sich jedoch oberhalb der 50-Punkte-Marke behaupten.

Bruttoinlandsprodukt nimmt zu

Die Angaben des Statistischen Bundesamtes enttäuschen die Verbraucher nicht. Demnach stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent. Damit hat die konjunkturelle Entwicklung sogar noch an Schwung gewonnen. Im letzten Quartal 2015 betrug das Wachstum im Vergleich zur Vorperiode 0,3 Prozent. Die wesentlichen Impulse für die Konjunktur kommen derzeit aus dem Inland. Laut dem Statistischen Bundesamt sind sowohl erhöhte Konsumausgaben der privaten Haushalte als auch des Staats zu Jahresbeginn verantwortlich für die dynamische Entwicklung.

Brexit könnte zu Verunsicherung der Verbraucher führen

Trotz der ausgezeichneten Rahmenbedingungen für die Binnennachfrage, wie Arbeitsmarkt, Einkommen und Inflation, dürfen einige Unwägbarkeiten nicht unterschätzt werden. So droht im Juni im Rahmen eines Referendums der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, der sogenannte Brexit. Sollte es dazu kommen, ist zu befürchten, dass dies auch unter deutschen Verbrauchern Verunsicherung über die wirtschaftliche Zukunft der Union auslöst. Dann würde auch die Konsumstimmung leiden.

Außerdem gehen die Verhandlungen um die Schuldenkrise Griechenlands in den kommenden Monaten weiter. Sollten die Gespräche über weitere Griechenlandhilfen nicht zu einem Ergebnis kommen, wird auch das möglicherweise das Konsumklima in Deutschland belasten.

www.gfk.com/de