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„Grabgestaltung und Denkmal“: Friedhofsgärtner präsentieren sich auf der igs

Mehr als 90 deutsche Friedhofsgärtner aus allen Teilen Deutschlands zeigen im Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ ihr Können in Form von 120 kreativen und außergewöhnlichen Grabgestaltungen. Auch in diesem Jahr haben die Friedhofsgärtner unterschiedliche Themenstellungen bearbeitet, die in vier Clustern dargestellt werden: „Symbolik – Sinnbilder für Leben und Tod“, „Tradtionen leben“, „Moderne Zeiten“ und „Zusammen-Leben“. 

Spontane Kreativität war gefragt, denn auch für die diesjährige Ausstellung wurden die Gräber – ebenso wie die Grabmale – wieder unter den Ausstellern verlost. Dadurch war es für die Friedhofsgärtner nicht möglich, sich bereits im Vorfeld mit einem bestimmten Thema oder dem Grabstein auseinander zu setzen. Entstanden sind viele sehenswerte Kunstwerke, die mit Gärtnerwissen und viel Liebe zum Detail umgesetzt wurden.

Sehenswert ist auch der Memoriam-Garten, der einen Ort der Ruhe und der Besinnung darstellen soll. Hier haben sich Friedhofsgärtnereien und Steinmetze schon in der Planung des Memoriam-Gartens zusammengetan, um eine 800 Quadratmeter große Anlage gemeinsam zu gestalten und anzulegen.

Der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) hat in diesem Jahr erstmalig drei Gräber für die Teilnehmer des Pflegemodells (junge Friedhofsgärtner beziehungsweise Auszubildende, die in Zusammenarbeit mit einem Friedhofsgärtnermeister die Gräber über die gesamte Laufzeit der igs betreuen und pflegen) zur Verfügung gestellt. Außerdem können sich die Besucher während der gesamten Gartenschau im Informationspavillon über Grabgestaltung und Grabpflege informieren und dem Team des BdF Fragen stellen.

Im Rahmen des „Bunten Klassenzimmers“ auf der igs bietet der BdF auch in diesem Jahr zwei unterschiedliche Projekte für Kinder und Schulklassen an. In Zusammenarbeit mit zwei Erlebnis-Pädagoginnen und in Kooperation mit dem Verein zur Förderung der deutschen Friedhofskultur (VFFK) hat der BdF die Programme „Jedes Tier braucht ein Grab – wir beerdigen Insekten im Erinnerungsgarten“ und „Geocaching auf dem Friedhof“ organisiert. Die beiden Projekte haben zum Ziel, den Kindern den Umgang mit dem Tod spielerisch näher zubringen. (zvg/bdf)