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Großbrand bei Stender

Ausgelöst durch einen technischen Defekt kam es am 11. Juni in den frühen Morgenstunden zu einem Großbrand in der Betriebsstätte der Stender AG in Schermbeck, wie das Unternehmen selbst mitteilt. Die Produktionshallen mit Mischerei und Verpackung seien ein Opfer der Flammen geworden. Durch das schnelle Eingreifen der Mitarbeiter und der Feuerwehren habe aber noch größerer Schaden vermieden werden können. Die Mitarbeiter hätten gut reagiert und sofort die Halle verlassen, als das Feuer um sich griff, wird auch Stefan Stender, Vermieter der Halle und Enkelsohn des Firmengründers, zitiert. Seit 1999 ist die Familie Hengstermann Inhaberin der Unternehmensgruppe, die inzwischen mit mehreren Produktionsstätten zu den führenden Herstellern von Substraten und Blumenerden in Deutschland zählt.

Die Feuerwehr war nach Presseberichten kurz vor sieben Uhr am Morgen zum Einsatzort gerufen worden. "Wir konnten den Brand nur von außen bekämpfen" - aufgrund der Stahlkonstruktion habe er keine Männer ins Innere schicken können, wird der zuständige Einsatzleiter der Feuerwehr zitiert. 150 Feuerwehrmänner aus den umliegenden Ortschaften kämpften mehrere Stunden gegen das Großfeuer, auch gegen Mittag loderten noch einzelne Brandherde. Es gelang den Feuerwehrmännern aber, ein Übergreifen des Brandes auf umstehende Gebäude zu verhindern - etwa das benachbarte Torf-Lager. In der vom Brand betroffenen Halle befanden sich die "Versackungsstraßen" des Blumenerdenwerks - viele Förderbänder und eine moderne Abfüllanlage. Der Brandort wurde von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt, die Sachverständigen konnten erst gegen Nachmittag ihre Untersuchungen im Gebäude aufnehmen. Diese wurden noch am selben Tag mit dem Ergebnis "technischer Defekt im Kompressorraum" abgeschlossen.

Den Schaden schätzen Polizei und Wehr auf einen mindestens siebenstelligen Bereich. Von der Versicherung wurde inzwischen eine komplette Deckungszusage gegeben, bestätigt die Unternehmensführung. Die hohe Schadenssumme begründet Stender mit der modernen Technik in der Halle. Glück im Unglück: Das gesamte Bürogebäude und die Torflagerhalle waren nicht von den Flammen betroffen. "Alle Ansprechpartner stehen dem Kunden in gewohnter Weise zur Verfügung", heißt es vom Unternehmen. Allerdings werde die Produktion von Blumenerden und Substraten in Schermbeck für mehrere Monate ausfallen. "Die Aufträge werden zwischenzeitlich auf andere Produktionsstätten verteilt. Alle vorhandenen und neuen Aufträge werden ohne Lieferverzögerungen in der gewohnten Qualität und Pünktlichkeit weiterhin ausgeführt", verspricht der Erdenhersteller - ohne Mehrkosten oder längere Lieferzeiten für den Kunden.