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Großbrand in den Niederlanden

Ein Großbrand hat am Donnerstagabend, dem 12. Mai, im niederländischen Voorhout (Südholland) die Lager- und Kühlhalle eines Produktionsbetriebs für Blumenzwiebeln komplett zerstört.

Vergleichsweise glimpflich ging der Großbrand der Blumenzwiebel-Lagerhalle für das nahestehende Gewächshaus aus: Aufgrund der schwer entflammbaren Kunststoff-Eindeckung (B1-Material) ist die an das Feuer angrenzende Eindeckung zwar geschmolzen, das Feuer konnte sich jedoch nicht weiter ausbreiten.Foto: GV

Nach Einschätzung der Gartenbau-Versicherung und dem in den Niederlanden zuständigen Vertriebspartner Delta Lloyd beläuft sich die Schadenhöhe auf bis zu 8,6 Millionen Euro. Vermutlich ist das Feuer zwischen zwei Klimazellen ausgebrochen, an deren Außenwand leere Kunststoffkisten angelagert waren.

In der Halle befanden sich neben den insgesamt 20 Klimazellen zudem Maschinen und Verpackungsmaterial, in vergleichsweise geringem Maße auch Blumenzwiebeln. Da die Zwiebelernte erst vor Kurzem begonnen hatte, sind die Schäden in Bezug auf die Gesamtproduktion nahezu zu vernachlässigen. Die jetzt anstehende Zwiebelernte – der Betrieb produziert auf 55 Hektar Freiland Blumenzwiebeln, die zur Weiterverarbeitung eingelagert werden müssen – stellt die größte Herausforderung dar. Derzeit wird alles daran gesetzt, die notwendigen Ausweichkapazitäten sicherzustellen. In unmittelbarer Nähe zu den Überresten der Lagerhalle befindet sich auch ein Gewächshaus, das Ende August/Anfang September für das Abtreiben der Zwiebeln genutzt wird. Dank der Verwendung von Polycarbonat-Eindeckung (16 Millimeter), die brandschutztechnisch zu den schwer entflammbaren Materialien (B1) zählt, wurde das Feuer hier nicht weitergetragen. Die Gewächshauseindeckung ist in der Nähe brennender Verpackungskisten durch die Hitzeeinwirkung geschmolzen, fing jedoch nicht Feuer.