Große Schäden im Gartenbau durch Hagel und Starkregen

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Obwohl die Betriebe im Ammerland unmittelbar nach dem Unwetter Maßnahmen zur Rettung der Pflanzen einleiteten, zeigen sich zum Teil erhebliche Schäden an den Kulturen. Foto: Gartenbau-Versicherung

Starkregen mit Niederschlagsmengen von mindestens hundert Litern pro Quadratmeter sowie Hagelstürme haben in der vergangenen Woche in Europas Gartenbau zu großen Schäden geführt. So rechnet etwa die Gartenbau-Versicherung im Landkreis Ammerland mit Gesamtschäden in Höhe von mindestens einer halben Million Euro, die durch heftige Regenfälle verursacht wurden.

Starke Regenfälle schwemmten getopfte Kulturen weg

Freiland-Kulturen, die teils großflächig unter Wasser standen und getopfte Ware, die lokal regelrecht weggeschwemmt wurde – so heftig haben die starken Niederschläge am Wochenende des 13. und 14. Juni Gartenbau-Betriebe und Baumschulen im Nordwesten Niedersachsens vereinzelt getroffen. Regenmassen von hundert Litern und mehr prasselten dabei pro Quadratmeter hernieder, meldet die Gartenbau-Versicherung. Dies habe insbesondere frisch getopften, jüngeren Beständen sowie Stecklingen, die noch nicht ausreichend im Substrat verwurzelt waren, zugesetzt.

Seit Montag vergangener Woche sind die lokalen Außendienstmitarbeiter der Gartenbau-Versicherung bereits im Ammerland unterwegs, um die dabei in den Unternehmen entstandenen Schäden aufzunehmen. Da viele Baumschulen und Gartenbau-Betriebe unmittelbar nach dem Unwetter damit begonnen hatten, umfangreiche Maßnahmen wie zum Beispiel das zügige Wiederaufstellen getopfter Kulturen zur Rettung der Pflanzen zu ergreifen, wurde zunächst nur von geringfügigen Schäden ausgegangen.

Gesamtausmaß der Schäden im Ammerland wird sich erst noch zeigen

Eine Woche nach der Überschwemmung werden jetzt aber zum Teil beträchtliche Auswirkungen der Regenfälle an den Pflanzenbeständen sichtbar. Zwar bleibt die Zahl der zu entschädigenden Betriebe mit weniger als zehn gemeldeten Schadenfällen nach Auskunft der Gartenbau-Versicherung verhältnismäßig überschaubar. Allerdings geht die Gesellschaft nach jetzigem Stand von einem versicherten Gesamtschaden in Höhe von mindestens einer halben Million Euro aus. Das endgültige Ausmaß der den Starkregen angerichteten Schäden werde sich aber erst in den kommenden Tagen und Wochen zeigen, so die Gartenbau-Versicherung.

Spaniens Obstbau von schweren Hagelstürmen getroffen

Heftig von Unwettern getroffen wurde in der vergangenen Woche auch der Obstbau in Spanien, wo schwere Hagelstürme am Abend des 16. Juni in den Provinzen Lleida (Katalonien) und Huesca (Aragonien) für große Schäden sorgten. Am stärksten betroffen waren dabei Medienberichten zufolge die kurz vor der Ernte stehenden Steinobst-Kulturen Pfirsich, Platt-Pfirsich (Paraguayos) und Nektarinen. In den am stärksten betroffenen Gebieten Alcarràs, Soses und Torres de Segre rechnen die Obstbauern mit Ausfällen von 60 bis hundert Prozent, in den übrigen Gebieten wird der durch den Hagel verursachte Schaden auf 20 bis 30 Prozent geschätzt. Insgesamt wurden etwa 12.000 Hektar Obstbau-Fläche in Mitleidenschaft gezogen.

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