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Großmarkt Heidelberg in schwerer Krise

"Heidelberger Großmarkt steht vor dem Konkurs" - "Der Großmarkt gerät in schwere Turbulenzen". Mit diesen Schlagzeilen wies die Rhein-Neckar-Zeitung am 14. Februar auf eine schwere Krise des Erzeugergroßmarkts Heidelberg-Bergstraße (EGM Heidelberg) hin. Als wichtiger Termin gilt der 1. März. Dann soll die Entscheidung fallen, ob der EGM Heidelberg Insolvenz anmelden muss. Als Grund für die finanzielle Schieflage wird angeführt, ein großer Kunde habe sich zwar über längeren Zeitraum beliefern lassen, aber seine Rechnungen nicht bezahlt. Dadurch sei dem Großmarkt ein Schaden in hohem sechsstelligen Bereich entstanden. Der EGM Heidelberg ist einer von fünf genossenschaftlich organisierten Vermarktungseinrichtungen für Obst und Gemüse in Baden. Haupteinzugsgebiete sind die Bergstraße und der Rhein-Neckar-Raum, worunter Heidelberg-Handschuhsheim als wichtigstes Obst- und Gemüseanbaugebiet fällt. Eine Generalversammlung des Erzeugergroßmarkts Heidelberg hatte in einer außerordentlichen Generalversammlung am 10. Februar beschlossen, eine Kooperation mit der in Bruchsal ansässigen OGA (Obst- und Gemüse-Absatzgenossenschaft Nordbaden) eingehen zu wollen, damit die Anlieferstelle in Heidelberg erhalten werden kann. Die OGA will auf Basis der Ergebnisse einer Befragung (Verpflichtungserklärung) der EGM-Anlieferer entscheiden, ob sie die Vermarktung der Ware aus Heidelberg übernehmen will. Dabei - so die Aussage von OGA-Geschäftsführer Hans Lehar auf unsere Anfrage - gehe es aber nicht um eine Übernahme der EGM, sondern speziell um den Vertrieb.