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Grüne Woche zog 410000 Besucher an

Von einer Aufbruchstimmung berichtete die Internationale Grüne Woche (IGW) in ihrem Abschlussbericht. Im 80. Jahr ihres Bestehens habe die weltweit größte Verbrauchermesse vom 12. bis zum 22. Januar mit 1639 Ausstellern aus 53 Ländern ihre bislang stärkste Beteiligung auf der Bruttofläche von 115000 Quadratmetern unter dem Berliner Funkturm erzielt. Gekommen sind rund 410000 Besucher, darunter 90000 Fachbesucher. Die Besucher hätten über 40 Millionen Euro ausgegeben, daneben seien Vertragsabschlüsse in dreistelliger Millionenhöhe zu verzeichnen. "Aufbruch", "Optimismus", "Zuversicht", waren laut Abschlussbericht die am häufigsten genannten Worte in den Abschluss-Statements zahlreicher Vertreter aus Wirtschaft und Politik nach den zehn Messetagen, bei denen die Produzenten von Nahrungsmitteln und die Erzeuger agrarischer Rohprodukte in direktem Kontakt zu einer großen Zahl an Verbrauchern treten konnten. Besonders im Blickpunkt auf der Messe und bei den mehr als 250 Konferenzen standen die Themen Verbraucherschutz, Lebensmittelqualität und -sicherheit. Von den Sonderschauen lag laut Veranstalter erstmals die Tierhalle auf Platz eins in der Besuchergunst. Die Heim-Tier & Pflanze, die Internationale Blumenhalle und der ErlebnisBauernhof zählten daneben zu den am häufigsten besuchten Ausstellungsbereichen.

Traditionelle Gartenlaube trifft auf moderne "DuL", unter diesem Slogan zeigte die Ausstellung der Gartenfreunde Berlin während der IGW, wie Tradition und Moderne zusammenfließen. In der "Traditionslaube" wurden alte Verträge, schweres Gartengerät und altertümliches Mobiliar ausgestellt. Keine 20 Meter entfernt beginnt in Form der "Durchlaube" die Moderne. Alle Wände können weit aufgeschoben werden, so dass man durch die Laube hindurchschreiten kann. Es weist eine Edelstahlküche auf, das schlichte Mobiliar kann variabel genutzt werden. "Bei den Kleingärtnern findet ein Generationswechsel statt", so Peter Ehrenberg, Vizepräsident des Landesverbandes. Mit den DuLas ließen sich junge Stadtbewohner für die Kleingärtnerei begeistern. "Deshalb unser Motto ,Erlebnis Stadtgrün'", so Ehrenberg. Auf 2500 Quadratmetern plätschern Steinbrunnen, stehen moderne Holzskulpturen. Ganz traditionell waren auf dem Gelände aber auch Kräuter- und Salatbeete angelegt sowie Blumen und Obststräucher gepflanzt.

Eine feste Größe auf der IGW ist die Blumenhalle in der diesmal auf 2800 Quadratmetern blühende Dahlien, Seerosen und Begonien sowie austreibende Birken und Apfelbäume und sanft plätschernde Wasserläufe auf den Frühling verwiesen. In der Blumenhalle informierte überdies der Verein Freilandlabor Britz über die verschiedenen Facetten des Gartenbaus in einer Informationsveranstaltung. Im stündlichen Wechsel wurden floristische Vorführungen veranstaltet, über biologischen Pflanzenschutz und das biologische Gärtnern referiert sowie Ertragsschnitte an Obstbäumen erklärt.