Gut gelaufen: Von Februar an herrschte große Nachfrage

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Die Baumschulen in Schleswig-Holstein bezeichneten das Frühjahrsgeschäft in der großen TASPO-Umfrage als äußerst gut. Symbolfoto: FLORIANO GELSI / Pixabay

In einer umfangreichen TASPO-Umfrage zum Frühjahresgeschäft unter den einzelnen BdB-Baumschulen Deutschlands, blickten die Baumschulen in Schleswig-Holstein äußerst positiv auf den Gehölzabsatz zurück. Die Auswirkungen der Corona-Krise hielten sich demnach auch insgesamt in Grenzen.

Krise habe Baumschulwirtschaft kaum betroffen

„Vom Februar an herrschte große Nachfrage, die Corona-Pandemie hat in einigen Bereichen zu Einbrüchen geführt, doch nach der Lockerung wurde der Bedarf an Pflanzen vor allen Dingen im Endverkauf noch stärker, die Nachfrage konnte in vielen Gehölzarten nicht mehr gedeckt werden“: Insgesamt bewerten die Baumschulen in Schleswig-Holstein den Frühjahrsabsatz 2020 als recht gut. Diese schwere Krise habe die Baumschulwirtschaft wider Erwarten bisher noch kaum betroffen.

Starke Nachfrage in allen Bereichen im GaLaBau

In der abgesetzten Menge geben sie die Schulnote Zwei und für die Preise eine Zwei bis 2,5. Über alle Gehölzbereiche konnten bessere Preise als im Vorjahr erzielt werden, dies nach unserer aktuellen TASPO-Umfrage zur abgelaufenen Frühjahrssaison 2020 in verschiedenen Landesverbänden des Bundes deutscher Baumschulen (BdB). Das betrifft den Großhandel, also den indirekten Absatz, beispielsweise an den GaLaBau, wo eine starke Nachfrage in allen Bereichen festzustellen war. Wildgehölze aus dem Freiland und im Container sind fast geräumt. Dünnere Bäume im 3xv Hochstamm-Bereich 12/14/16/18 waren gut nachgefragt bei besseren Preisen, heißt es aus den Baumschulen. Ähnlich gelte das auch für den Absatz an Kommunen.

Beeinträchtigungen durch Corona in Produktionsbetrieben nur marginal

Im Frühjahrsgeschäft haben sich die Beeinträchtigungen in den Produktionsbetrieben durch die virusbedingten Auflagen und Einschränkungen in den Abläufen nur marginal bemerkbar gemacht. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, Unsicherheiten und Ängsten wurden die Hygienebestimmungen gut umgesetzt. Mitarbeiter, Lieferanten, Spediteure und Kunden sind verantwortungsbewusst damit umgegangen. Man hat sich daran gewöhnt, und so muss es wohl auch bleiben, urteilen die Baumschulen in Schleswig-Holstein. Sie erwarten, dass die gute Nachfragetätigkeit weiter anhält. Eine Einschätzung für den Herbst sei aber schwer möglich, da keiner genau sagen kann, wie sich diese schwere Corona-Krise noch auswirken wird. Dabei liegen die Umsatzanteile mit etwa 50 Prozent im Frühjahr, rund 40 im Herbst und zehn bis 15 Prozent im Sommer.

Frühjahr war für den Einzelhandel einzigartig gut

Die Schulnote Eins für Mengen und Preise geben die Baumschulen in Schleswig-Holstein dem Geschäft 2020 im Direktabsatz oder Einzelhandel. Es sei ein extremes Frühjahr gewesen, „weil durch die Krise gefühlt alle Verbraucher in den eigenen Garten gingen“. „Das Corona-Jahr wird gerade den Betrieben, die nicht geschlossen hatten, ewig in Erinnerung bleiben. Die Kunden wollten wenig Beratung, aber die Einkaufswagen waren immer voll. Umsatzsteigerungen von 40 Prozent in den Monaten April und Mai werden wohl so schnell nicht mehr erreicht werden. Nehmen wir das als Wertschätzung für unsere Branche gerne mit“, so die enthusiastische Bewertung der Baumschulen. Und sie vermuten, dass im Sommer bei extremer Hitze und Trockenheit dieser Boom schnell wieder abebben wird. Leichte Steigerungen wären dennoch drin, wenn der Trend zum eigenen Garten anhält.

Die kompletten Ergebnisse der großen TASPO-Umfrage unter den einzelnen BdB-Baumschulen lesen Sie in TASPO Ausgabe 27/2020, die in unserem Online Shop abrufbar ist.