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Gut gepflegtes Grün bringt materielle Vorteile

Grünmanagement war ein Schwerpunkt im beruflichen Wirken von Professor Wolfgang Prollius. Zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand veranstaltete die Fachhochschule Wiesbaden am 6. Juni in Geisenheim eine Tagung zum Thema "Qualität von städtischen Grünflächen - Anspruch und Realität". Dass Anspruch und Realität im öffentlichen Grün vielerorts auseinander klaffen, gab Prollius selbst in seinem Referat "Grünmanagement im Wandel" zu bedenken. Seit langem würden bei vielen Planungen im Grünbereich die Folgekosten zu wenig berücksichtigt. Dabei sei gute Pflege der entscheidende Schlüssel, um die Leistungsfähigkeit von Grünflächen zu steigern. Schlecht gepflegte Grünanlagen würden wenig nachgefragt, attraktives Grün dagegen von vielen Benutzern frequentiert. Neuen Nutzungsbedürfnissen sei nachzukommen. "Manche Spielplätze" - so eines der von Jung-Pensionär Prollius genannten Beispiele - "sind noch in der Ausstattung der sechziger Jahre!" Da verwundere nicht, wenn Kinder und deren Eltern solche Anlagen nicht annehmen. Neben der in den letzten Jahren dominierenden ökonomischen Seite wären ästhetische Aspekte bei Grünanlagen wieder mehr zu beachten. Prollius: "Bei der einseitigen Kosten- und Rationalisierungsdiskussion in den Städten blieb die Ästhetik teilweise auf der Strecke!" Leider bekomme immer noch der Billigste den Auftrag, obwohl dies zu Lasten der Qualität geht. Allerdings sei künftig eindeutiger zu formulieren, was Qualität bei Grünanlagen ist. Zugleich wäre den Bürgern zu vermitteln, was ihnen verloren geht, wenn beim Grün zu wenig auf die Qualität geachtet wird. Die öffentlichen Verwaltungen müssten ihre Pflegeanweisungen klarer definieren. Den ganzen Artikellesen Sie in der aktuellen TASPO Ausgabe Nr. 25