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Gute Erfahrung mit Vergabe in Paderborn

Seit zehn Jahren gute Erfahrungen mit der Vergabe von Leistungen auf Friedhöfen berichtete Alfons Ernst von der Stadt Paderborn während eines Seminars in Münster-Wolbeck zum Thema "Privatisierung von Aufgaben der Friedhofsträger". Er ist im Arbeitsbereich Neue Kommunale Finanzplanung der Stadt Paderborn tätig, die vier Zentralfriedhöfe und einige Vorortfriedhöfe aufweist.

Es gebe nach der Vergabe- und Vertrags-Ordnung für Bauleistungen (VOB) eine beschränkte Ausschreibung nach öffentlichem Teilnehmerwettbewerb. Danach prüfen Referenten der Stadt die teilnehmenden Unternehmer, und sie lassen sich eventuell auch Maschinen, Personal und bisher gemachte Arbeiten präsentieren. Das wichtigste Kriterium hierbei, so Ernst, ist die Zuverlässigkeit des Unternehmers. Denn auf dem Friedhof muss pietätvoll und zügig gearbeitet werden. Das Unternehmen muss ständig erreichbar sein. Dazu ist für Krankheit und Urlaub ein Vertreter zu bestimmen. Um eine gewisse Sicherheit für die Kommune zu gewährleisten, wurden zwei Lose und zwei Unternehmer gewählt. Ein Unternehmer ist ein reiner Friedhofsgärtner, der andere ein GaLaBau-Betrieb.

Im Leistungsverzeichnis sind exakt und sehr detailliert der Ablauf der Bestattungsarbeiten, die Vorbereitung der eigentlichen Bestattung und die Nacharbeiten beschrieben:

• wie die Hanf-Beerdigungsseile zu handhaben sind und

• dass die Kränze und Blumengebinde dekorativ auf der Grabstelle zu verteilen sind,

• dass die Kapellentüren zu verschließen sind.

Aber es wird auch dem Bieter ausdrücklich empfohlen, vor Angebotsabgabe die örtlichen Verhältnisse zu besichtigen, um auf die verschiedenen Wege- und Platzverhältnisse berücksichtigen zu können.