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GV zieht erste Bilanz nach Flutkatastrophe

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Es sind unfassbare Bilder, die täglich durch die Medien gehen, verwüstete Landschaften, zerstörte Häuser, Autos und Straßen. Die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und weiteren Teilen Deutschlands hat auch im Gartenbau vereinzelt massive Schäden verursacht, wie die Gartenbau-Versicherung (GV) in einer ersten Bilanz bekannt gab.

Die Flut hinterließ in den Betriebe eine bis zu 20 Zentimeter dicke Schlammschicht. Fotos: Gartenbau-Versicherung

Vorstandsvorsitzender sucht geschädigte Betriebe auf

Nach den sintflutartigen Regenfällen in Teilen Deutschlands und den dadurch hervorgerufenen Überschwemmungen konnte sich die GV einen ersten Überblick über die angerichteten Schäden im Gartenbau machen. Die größten Schäden seien demnach hauptsächlich im Bereich des allgemeinen Lebens eingetreten. „Die Situation ist katastrophal – der Gartenbau ist aber nicht flächendeckend betroffen“, berichtet Manfred Klunke, Vorstandvorsitzender der Gartenbau-Versicherung. Klunke selbst machte sich am vergangenen Wochenende auf den Weg, um die am stärksten geschädigten Gartenbaubetriebe persönlich aufzusuchen. „Wir haben es mit einzelnen Betrieben zu tun, bei denen es zu massiven Schäden durch das Hochwasser gekommen ist. Nach derzeitigem Stand dürfte sich diese Anzahl auf drei Betriebe belaufen. Wir sind bei den betroffenen Familien und Betrieben und fühlen mit ihnen in ihrem großen Schicksal.“

Drei Gärtnereien stark geschädigt

Laut GV seiern drei nicht näher genannte Gärtnereien besonders geschädigt worden. Die Betriebe lägen demnach in Tälern, die durch den raschen Anstieg der Pegelstände von einer Flutwelle direkt getroffen wurden. Die Betriebe wurden dabei bis zu drei Meter unter Wasser gesetzt. Die Flut hinterließ ein Bild der Verwüstung und zudem eine bis zu 20 Zentimeter dicke Schickt an Schlamm. Laut GV wollte man direkt für schnelle Hilfe sorgen und leistete bereits am Tag der Besichtigung erste Vorauszahlungen. Neben diesen drei stark in Mitleidenschaft gezogenen Unternehmen erlitten auch rund 50 weitere Betriebe durch die starken Regenfälle Schäden, die sich laut GV allerdings im überschaubaren Bereich bewegen und typische Schadbilder, wie vollgelaufene Keller und zeitweise überflutete Flächen aufweisen.

GV rät zur Überprüfung des Versicherungsschutzes

Um generell für Vorsorge vor zu erwartenden Naturereignissen und Wetterkapriolen zu treffen, rät die GV ihren Mitgliedern eine Überprüfung des bestehenden Versicherungsschutzes. Schäden durch Hochwasser und Starkregen werden demnach durch eine Sturmversicherung abgedeckt, die auch Schutz gegen sonstige Elementarschäden beinhaltet. Bei Freilandkulturen erfolge die Absicherung durch die Mehrgefahrenversicherung. Diese seien bei der GV, soweit nicht vorhersehbar, an quasi keine Voraussetzungen geknüpft. „Die Gartenbau-Versicherung orientiert sich im Sinne der echten Gefahrengemeinschaft eines Versicherungsvereins dabei nicht an dem vierstufigen Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen ZÜRS, das deutsche Versicherer in der Regel anwenden. Anders als bei vielen anderen Versicherern besteht diese Möglichkeit für alle Betriebe, unabhängig von der Lage des jeweiligen Gartenbauunternehmens“, erklärt Christian Senft, Vorstand für den Versicherungsbetrieb bei der GV.

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