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Buchs: Alleskönner vor dem Aus?

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Er ist die Lieblingspflanze der Gärtner, das Wahrzeichen für Kunst im Garten, der Dauerbrenner im grünen Verkauf. Geeignet wie kein anderes Gehölz für vielseitigste Verwendungen vom Bauerngarten bis zum Pflanzkübel: der Buchsbaum. Doch dem Alleskönner droht das Aus. Buchsbaum-Triebsterben und Buchsbaumzünsler haben die Nachfrage auch in Norddeutschland spürbar einbrechen lassen.

Der Buchsbaum ist die Lieblingspflanze der Gärtner. Doch dem Alleskönner droht das Aus. Foto: Stefan Koerber/Fotolia

Umfrage-Ergebnis: Buchs ist eigentlich unersetzlich

Eine kleine Umfrage bei Produzenten zeigte, dass die Meinungen ebenso wie die Lösungsansätze zu diesem Thema weit auseinandergehen. Worauf sich offenbar alle Gärtner einigen können, ist, dass der Buchs eigentlich unersetzlich ist. Dies ist nicht ohne Wehmut gesagt, denn die Vielseitigkeit und Anspruchslosigkeit des Buchsbaumes erscheinen heute, wo der Fortbestand vielfach in Gefahr ist, fast schon legendär.

Auf den zweiten Blick wird aber auch deutlich, wie niedrig der Preis für Buchsbäume in den letzten Jahrzehnten geblieben ist. Mit weniger als einem Euro pro Jungpflanze ist der Buchsbaum zum Billigprodukt geworden. Dies ist sicher nicht allein der einfachen Vermehrbarkeit geschuldet, sondern ebenso der hoch mechanisierten Anzucht in großen Mengen und dem Preiskampf zwischen den Anbietern.

Buchs: Züchtung von robusteren Sorten wünschenswert

Erfahrungen aus den unterschiedlichen Regionen Deutschlands lassen vermuten, dass der Buchsbaum weiterhin am Markt bleiben wird, aber nicht mehr überall und in geringeren Stückzahlen. In Fachgesprächen sprachen Baumschuler auch ein bislang nicht wahrgenommenes Defizit an: Systematische Beobachtungen über die Anfälligkeit von Buchs-Sorten und die Selektion von Sämlingen seien bislang nur selten oder nur zufällig erfolgt. Die Züchtung von gegen das Triebsterben robusteren Sorten wäre aber zu wünschen.

Als Ersatz bieten sich derweil verschiedene Alternativen an, wie beispielsweise Ilex crenata. Mit dem Versprechen „besser als Buchs“ bewirbt etwa die Baumschule Steiner aus dem österreichischen Hochburg-Ach die Ilex crenata-Sorte ‘Robustico’. Tatsächlich sehen die als Kugel geschnittenen ‘Robustico’-Pflanzen dem Buchsbaum sehr ähnlich. Die Sorte soll zudem sehr winterhart und geeignet für den Kübel sein.

Welche Alternativen sich noch als Buchs-Ersatz anbieten, lesen Sie im aktuellen TASPO GartenMarkt, der am 11. März erschienen ist.