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Wichtige Ergänzung zu den Primeln

Frühjahrsblühende Topfstauden entwickeln sich zu einer durchaus interessanten Ergänzung zu Primeln, auch wenn die Stückzahlen begrenzt bleiben.

Darauf wies Ute Ruttensperger beim Badischen Zierpflanzentag in Heidelberg hin. Ruttensperger ist bei der LVG Heidelberg für den Zierpflanzenbau zuständig.

So erwähnte sie eine im Frühjahr 2005 mit der Gartenakademie Baden-Württemberg erstmals durchgeführte gemeinsame „Pflanzaktion“. Etwa 40 Verbraucher konnten hierbei unter Anleitung durch Gärtnermeisterin Ellen Oswald und Floristmeisterin Claudia Kamm aus Bammental ihre selbst mitgebrachten Gefäße zu Arrangements bepflanzen. Eine ähnliche Aktion steht für Dienstag, 14. März 2006, wieder auf dem Programm der Gartenakademie.

„Die blauen Veronica peduncularis waren am schnellsten weg” – berichtete Ruttensperger über Erfahrungen aus dem Seminar. Auch zu Leucanthemum hosmariense – einer Staudenmargerite im Frühlingsflirt-Programm mit weißen Korbblüten – hätten die Teilnehmerinnen schnell gegriffen. Ähnliches gelte für Corydalis ‘Purple Leaf’ und Erysimum.

Akeleien, die zum Zeitpunkt der Aktion noch im knospigen Zustand waren, kamen dagegen nicht an. Ute Ruttensperger: „Was zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht blüht, bleibt stehen!“ Dies zeige sich immer wieder.

Beim Verkauf von blühenden Frühjahrs-Topfstauden sollten die Gärtnereien ihren Kunden keine absolute Winterhärte versprechen. Doch – so zeigte sich bei einem Test der LVG Heidelberg – überstehen manche Topfstauden eine Kälteperiode besser als Acaulis-Primeln.

So waren frühjahrsblühende Topfstauden in der LVG bei 14 bis 16 Grad kultiviert, im blühenden Zustand in Schalen gepflanzt und im Februar 2005 ins Freiland – leicht geschützt – gestellt worden. Die Kälteperiode mit Schnee gegen Ende Februar/Anfang März wurde beispielsweise von Alyssum sehr gut überstanden. Sie reagierten nach der Kälteperiode noch mit einem starken Blütenschub. Bei Leucanthemum war nach der Kälte eine von vier Pflanzen abgestorben, die anderen „sahen auch nicht mehr so gut aus“. An gleicher Stelle stehende Acaulis-Primeln waren aber nicht mehr ansehnlich.