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Halbjahreszahlen aus den Niederlanden: Bei Topfpflanzen teils starker Preisanstieg

Aufgrund gestiegener Preise bei Topfpflanzen konnten die niederländischen Blumenveilingen im ersten Halbjahr 2007 ihre Umsätze ähnlich steigern wie vergangenes Jahr. Bei den Schnittblumen stagnierten aber Preise und Umsätze. Nach Angabe der Vereinigung Niederländischer Blumenversteigerungen (VBN) erreichten die Veilingen in den ersten sechs Monaten einen Umsatz von rund 2,4 Milliarden Euro. Dies sind 4,3 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. FloraHolland als größtes Blumenversteigerungsunternehmen erreichte eine Umsatzsteigerung von 5,3 Prozent. Bei der Bloemenveiling Aalsmeer erhöhte sich der Umsatz etwas weniger, nämlich um 2,9 Prozent. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2006 ging der Schnittblumenabsatz der Veilingen mengenmäßig um ein Prozent auf 6,64 Milliarden Stück zurück. Der Durchschnittspreis betrug 22 Cent. Die großblumigen Rosen als wichtigste Schnittblumenart bauten ihre Spitzenstellung weiter aus (Mengenzunahme um fünf Prozent auf 1,29 Milliarden Stück bei gleichzeitigem Preisanstieg von 28 auf 29 Cent). Bei Topfpflanzen wurde ein Preisanstieg von 1,39 auf 1,52 Euro (Durchschnittspreis) realisiert. Während bei blühenden Topfpflanzen zugleich die Liefermenge um drei Prozent auf fast 330 Millionen Stück zunahm, verminderte sich die Anlieferung von Blattpflanzen um sieben Prozent auf rund 139 Millionen Stück. Bei Phalaenopsis als marktwichtigste Topfpflanze nahm die Menge wieder um 26 Prozent zu. Der Rückgang des Durchschnittspreises von 5,06 auf 5,01 Euro deutet aber an, dass der Absatz von Topfphalaenopsis jetzt an Grenzen stößt. Eine deutliche Preissteigerung registrierten die Veilingen ebenfalls im Gartenpflanzen-Segment, wobei es sich hauptsächlich um Beet- und Balkonpflanzen handelt. Hier stieg der Durchschnittspreis von 66 auf 74 Cent bei Mengenrückgang um zwei Prozent. Bei Pelargonien als wichtigste Pflanzenart dieses Sektors wurde eine Preissteigerung von 53 auf 56 Cent erreicht, weil die Liefermenge um acht Prozent auf etwas über 41 Millionen Stück zurückging. Was den Fusionsprozess von VBA Aalsmeer und FloraHolland angeht, so haben die Vorstände und Aufsichtsräte am 28. Juni den Fusionsbeschluss unterzeichnet. Auf den Entscheid des Kartellamtes wird weiter gewartet. Am 19. September sollen die Mitglieder bei gleichzeitigen Mitgliederversammlungen in Aalsmeer und Naaldwijk über die Fusion abstimmen.