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Hamburg: weniger Gartenbaubetriebe

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Das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein hat erste Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020 der Hansestadt bekannt gegeben. Demnach sei die Anzahl an Gartenbau- und Landwirtschaftsbetrieben stark rückläufig in Hamburg.

In Hamburg sank die Anzahl der Gartenbaubetriebe in den vergangenen zehn Jahren drastisch. Foto: Karsten Bergmann/ Pixabay

Anzahl der Betriebe in Hamburg um ein Viertel gesunken

In den vergangenen zehn Jahren verzeichnete Hamburg einen starken Rückgang landwirtschaftlicher und gartenbaulicher Betriebe, das geht aus den aktuell vorliegenden Zahlen der Landwirtschaftszählung 2020 hervor. Demnach haben im vergangenen Jahr 600 Betriebe eine Fläche von rund 14.900 Hektar landwirtschaftlich bewirtschaftet. Im Vergleich zur Erhebung im Jahr 2010 bedeutet das einen Rückgang der Betriebe um rund 23 Prozent. Die von den einzelnen Betrieben bewirtschaftete Fläche verzeichnet allerdings einen leichten Anstieg. Durchschnittlich stieg die bewirtschaftete Fläche pro Betrieb von 18 auf knapp 25 Hektar. Der Trend hin zu ökologischer Bewirtschaftung ist aber auch in Hamburg deutlich sichtbar. Die Anzahl der ökologisch wirtschaftenden Betriebe stieg demnach um 39 Prozent auf 40 Betriebe, die eine Gesamtfläche von 1.300 Hektar bewirtschaften (Plus 35 Prozent).

Ein Drittel weniger Gartenbaubetriebe

Den größten Anteil der landwirtschaftlichen Betriebe in Hamburg ist gartenbaulich geprägt, vor allem der Obstbau nimmt einen großen Teil ein. Der Rückgang der Betriebe zeige sich laut Statistischem Amt besonders stark im Gartenbau. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre sank die Anzahl der Gartenbaubetriebe in Hamburg um ein Drittel auf 290 Betriebe. Gartenbauliche Erzeugnisse werden zudem auf einer geringeren Fläche produziert. Der Rückgang belaufe sich hierbei auf ein Minus von rund 19 Prozent (150 Hektar weniger). Im Obstbau verringerte sich die Anzahl der Betriebe auf 110 Betriebe, was ein Rückgang von 19 Prozent bedeutet, zeitgleich nahm die Obstanbaufläche um 160 ha (plus elf Prozent) zu.

Weniger landwirtschaftliche Arbeitskräfte in Hamburg

Weniger Betriebe bedeutet zudem auch weniger Arbeitskräfte. Pro Betrieb wurden im vergangenen Jahr durchschnittlich sechs Personen beschäftigt. Verglichen mit den Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2010 sank Anzahl der Arbeitskräfte damit um sieben Prozent auf insgesamt gut 3.400 Personen. Der vergleichsweise hohe Arbeitskräftebesatz der Hamburger Betriebe liege an der Bedeutung des Garten- und Obstbaus in der Hansestadt. Neben der Haupteinnahmequelle Landwirtschaft und Gartenbau erzielen rund 41 Prozent der Betriebe mit zusätzlichen Tätigkeiten Einnahmen. Dazu gehören die Erzeugung erneuerbarer Energien (14 Prozent) oder die Verarbeitung und Direktvermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse (53 Prozent).

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