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Hamburger Gärtnerei nahm BHKW für Rapsöl in Betrieb

Nicht neu als Alternative zum Dieselöl, aber doch noch ungewöhnlich als Energielieferant für einen Gartenbau-Betrieb ist Rapsöl. Anfang September ging das mit Rapsöl betriebene Blockheizkraftwerk (BHKW) von Kröger Gartenbau in Hamburg-Vierlanden in Betrieb. Öffentlichkeit und Fachwelt hatten gut drei Wochen später Gelegenheit zur Besichtigung. Der Clou dabei ist, dass sowohl nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK) als auch nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) der gleichzeitig erzeugte Strom in das öffentliche Netz eingespeist und entsprechend vergütet wird. Die Nutzung der entstehenden Motorabwärme für die Gewächshausbeheizung ist gewissermaßen ein willkommener Nebeneffekt. Die Anlage im Betrieb Kröger produziert thermische und elektrische Leistung in einem festen Verhältnis von 170 zu 120 Kilowattstunden pro Jahr. Die 19,33 Cent pro Kilowattstunde elektrische Energie, die Andreas Kröger für den Strom von den Hamburger Electrizitätswerken (HEW) vergütet bekommt, reichen aus, um die Kosten für die Anlage, die Wartung und das Rapsöl zu decken. Sie setzen sich zusammen aus 11,33 Cent Grundvergütung, einem Bonus von sechs Cent für den Einsatz des nachwachsenden Rohstoffs Rapsöl und zwei Cent anteilige Wärmenutzung, rechnete Walter Sennekamp, Gartenbauberater der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, vor. Er hat das Projekt begleitet. Lesen Sie die ausführliche Berichterstattung zu dem Thema in der aktuellen TASPO.