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Handel will unter den Höchstmengen bleiben

Die weitere Verringerung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes bei Obst und Gemüse war ein zentrales Thema auf der Fruit Logistica in Berlin. Das Vorstandsmitglied der Rewe Zentral AG, Dr. Stephan Fanderl, erklärte bei der Eröffnung, die Rückstandsmengen bei der Rewe dürften künftig einen Wert von 70 Prozent der gesetzlichen Höchstmengen nicht mehr überschreiten. Mit der Absenkung der Rückstandswerte über die gesetzlichen Vorschriften hinaus folgt die Rewe den Discountern Lidl und Aldi, die bereits ähnliche Anforderungen an ihre Lieferanten stellen. Der Industrieverband Agrar (IVA) wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Rückstands-Höchstmengen für Pflanzenschutzmittel innerhalb der Europäischen Union seit einigen Jahren angeglichen wurden, um ein in Europa gleichhohes Schutzniveau und einheitliche Normen für den Handel zu schaffen. Für den IVA ist es „unfassbar, dass Greenpeace diesen Vorgang als Legalisierung von mehr Gift in Essen verunglimpft“, erklärte IVA-Hauptgeschäftsführer Volker Koch-Achelpöhler. Höchstmengen seien nur für Pflanzenschutzmittel festgelegt worden, die in Deutschland für die Anwendung bei hier angebauten Feldfrüchten zugelassen gewesen seien. Für alle übrigen Mittel habe ein Quasi-Null-Wert gegolten. Wenn nun anstelle dieses Null-Werts technisch begründete Höchstmengen festgelegt würden, bedeutet dies natürlich eine Anhebung.