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Unfallversicherung: Steigt der Beitrag?

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Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) verschickt in den kommenden Wochen die neuen Beitragsrechnungen der Berufsgenossenschaft. Die gute Nachricht vorweg: Für viele der rund 1,5 Millionen Mitglieder sinkt der SVLFG zufolge der Beitrag. Aufgrund verschiedener Faktoren seien in einigen Fällen jedoch höhere Beiträge unumgänglich.

Pflegearbeiten in Grünanlagen sind über die SVLFG unfallversichert. Foto: SVLFG

Wie die SVLFG im Vorfeld der Beitragsbescheide bekannt gibt, sind sowohl der Umlagebedarf (minus ein Prozent) als auch der Hebesatz (6,16 statt 6,48 Euro, also minus fünf Prozent) gegenüber dem Vorjahr gesunken, was geringere Beiträge zur Folge hat.

Grundbeiträge steigen für alle Mitglieder

Dagegen ergeben sich aus den für alle Mitglieder gestiegenen Grundbeiträgen höhere Zahlbeträge, ebenso wie aus der angekündigten Bundesmittelsenkung auf nun 100 Millionen Euro – was der SVLFG zufolge einem Betrag entspricht, der ohne ihre Errichtung schon seit 2013 gezahlt worden wäre. Hintergrund: Bundesmittel dürfen nur noch auf den risikobezogenen Beitragsteil und nicht mehr auf den Grundbeitrag gewährt werden.

Wie es heißt, wurde der untere feste Grundbeitrag von 60 Euro aufgegeben, um das zugrundeliegende Prinzip eines flexiblen Grundbeitrags zu gewährleisten. Veränderungen in den über den Grundbeitrag zu finanzierenden Ausgaben – nach oben wie nach unten – sollen sich somit für alle Mitglieder gleich auswirken.

Angleichungssätze sollen Härten verhindern

2014 lag der Grundbeitrag zwischen 60 Euro und 269,57 Euro. Nach der neuen Berechnung bewegen sich die Grundbeiträge in diesem Jahr zwischen 80,35 Euro und 323,40 Euro. Damit wird gleichzeitig umgesetzt, dass für Mindest- und Höchstgrundbeitrag ein Verhältnis von eins zu vier gelten soll. Ebenfalls berücksichtigt wird, dass die Präventions- und Verwaltungskosten nach Aussage der SVLFG in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße stehen.

Durch die bereits im letzten Beitragsbescheid festgelegten „Angleichungssätze“ muss der neue Beitrag in voller Höhe allerdings erst 2018 bezahlt werden. Bis dahin findet eine Angleichung in gleichmäßigen Stufen an das neue Beitragsniveau statt. Härten für die Mitglieder sollen der SVLFG zufolge so vermieden werden.

Weitere Informationen zu den neuen Beiträgen der Berufsgenossenschaft finden Sie auf der Webseite der SVLFG und in der aktuellen TASPO 30/2015.