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Herbstzauber: Hinweise zur Kultur von Heuchera-Sorten

‘Fire Alarm’, ‘Galaxy’, ‘Paprika’ und ‘Cherry Cola’ – diese Namen stehen für vier Neuheiten bei den Heuchera in der Herbstzauber-Kollektion von Kientzler Jungpflanzen in Gensingen. 

Es sind Sorten im rot- und rotbraunblättrigen Bereich:

  • ‘Fire Alarm’ ist durch besonders intensive Rotlaubigkeit gekennzeichnet, besonders bei eher niedrigen Temperaturen.
  • Das gewellte Laub der Heuchera-Sorte ‘Paprika’ ist zunächst rosa-rot, danach orangerot mit braunroten Adern.
  • ‘Galaxy’ hat rostrote, später eher pflaumenfarbene Blätter mit rosa Marmorierung.
  • Bei der Heuchera-Sorte ‘Cherry Cola’ sind es leicht gelappte Blätter in mattem Rostbraun.

Weitgehend einheitlich sind die vier Sorten mit ihrem mittelstarken Wuchs.

Eine von Kientzler herausgegebene Kulturbeschreibung zu Heuchera und Heucherella empfiehlt die Kalenderwochen 16 bis 21 als Topftermin für Heuchera in 12er- bis 14er-Töpfen. Bei Kultur in kleineren, also 10er-/11er-Töpfen, wären es die Kalenderwochen 21 bis 24. Getopft wird in tonhaltige, strukturstabile P- oder T-Mischung.

In den ersten zwei Wochen nach dem Topfen wird schattiert, danach überwiegend bei vollem Licht gehalten. Hinsichtlich Wasserversorgung kommt es darauf an, die Heuchera gleichmäßig feucht zu halten. Flüssig gedüngt wird nach der Durchwurzelung ein- bis zweimal wöchentlich (0,2-prozentige Konzentration). Gegen Ende der Kultur ist kaliumbetont zu düngen, um die Frostverträglichkeit zu verbessern. Wer Wert auf möglichst kurze Blattstiele der Heuchera legt, kann mit dem Wachstumsregulator Regalis entsprechende Effekte erzielen.

Die Heuchera gehört zum Kreis jener Gattungen, deren Marktbedeutung in den letzten Jahren gestiegen ist. Zahlreiche Neuzüchtungen, vor allem aus den USA, haben daran maßgeblichen Anteil. Die Heuchera zählen zu den Steinbrechgewächsen (Saxifragaceae) und sind in Nordamerika beheimatet. Der Name basiert aber auf einem deutschen Wissenschaftler. Benannt wurde diese Gattung nämlich nach dem Arzt und Botaniker Johann Heinrich von Heucher. Er lebte von 1677 bis 1747 und war Leibarzt des sächsischen Königs August der Starke. Auf dem Gebiet der Botanik wurde Johann Heinrich von Heucher durch seine naturgeschichtlichen Sammlungen und durch das erste Verzeichnis der Pflanzen des Botanischen Gartens der Universität Wittenberg bekannt.

Den Heuchera ähnlich sind die Heucherella. Sie sind durch Kreuzungen von Heuchera- mit Tiarella-Arten entstanden, was letztlich auch zu dem Gattungsnamen Heucherella führte. Eine Heucherella-Sorte bei Kientzler heißt ‘Stoplight’. Deren gelbgrüne Blätter haben rötliche Adern. (eh)