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Herkulesstauden: Informationsblatt zur effektiven Bekämpfung

Nicht nur Blumen wachsen jetzt kräftig, auch die ungebliebten Herkulesstauden schießen in die Höhe. Ende April bis Mai bildet die Pflanze besonders viel Blattmasse, im Juni schiebt sie den gewaltigen Blütenstängel drei bis vier Meter in die Höhe. Dann ist die Herkulesstaude zwar besonders gut zu erkennen, für eine sinnvolle Bekämpfung ist es aber schon fast zu spät. 

Wie der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mitteilt, sterben die alten Pflanzen nach der Blüte ab, die Samen reifen sehr schnell und fallen aus. Eine geplante und effektive Bekämpfung muss also jetzt im Frühjahr beginnen und möglichst vor der Blüte Ende Juni abgeschlossen sein. Sehr effektiv lassen sich Einzelpflanzen bis hin zu mittleren Beständen mit einem scharfen Spaten etwa zehn bis 15 Zentimeter unter der Bodenoberfläche ausstechen.

Der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer hat gemeinsam mit einigen Kommunen und Kreisen sowie dem Landesbetrieb Straßen NRW ein Informationsblatt zur Bekämpfung der Herkulesstaude zusammengestellt, das über die Webseite des Pflanzenschutzdienstes erhältlich ist.

Wie der Pflanzenschutzdienst betont, muss bei der Bekämpfung der Herkulesstaude unbedingt auf den Körperschutz geachtet werden. Der Saft aller Pflanzenteile enthält photosensibilisierende Substanzen (sogenannte Furanocoumarine), die zusammen mit der UV-Strahlung des Sonnenlichtes zu verbrennungsähnlichen Erscheinungen auf der Haut führen können. Die größte Gefährdung besteht 30 Minuten bis zwei Stunden nach Hautkontakt. Symptome wie Hautrötungen entstehen nach etwa 24 Stunden. Betroffene Stellen heilen erst nach Wochen ab; oft bleiben jahrelang Pigmentstörungen zurück. (ts)