Hilfe für Auszubildende während der Corona-Krise

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Die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Ausbildungsstellen und Bewerber ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Symbolfoto: GMH

Die Corona-Pandemie trifft alle Teile der Gesellschaft, dazu gehören auch die Auszubildenden. Die Allianz für Aus- und Weiterbildung, bestehend aus verschiedenen Bundesministerien, Gewerkschaften, Kammern und Verbänden, hat sich deshalb auf Maßnahmen geeinigt, um aktuelle und kommende Probleme im Ausbildungssektor aufzufangen.

Umfragen deuten auf Unsicherheit beim Ausbildungsplatz-Angebot hin

Denn es zeichnen sich bereits erste Trends ab: Nach aktuellem Stand ist die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Ausbildungsstellen und Bewerber im Vorjahresvergleich deutlich gesunken – dies jedoch in nahezu gleichem Umfang von rund acht Prozent. Umfragen bei Betrieben zu Planungen für das kommende Ausbildungsjahr deuten auf Unsicherheit beim Ausbildungsplatz-Angebot hin.

Übernahmeprämie für Azubis aus insolventen Betrieben geplant

Auszubildende, die wegen Insolvenz ihres Ausbildungsbetriebes die Ausbildung nicht fortsetzen können, können von anderen Betrieben übernommen werden, die dafür eine Prämie erhalten sollen. Die Übernahmeprämie ist zunächst bis zum 31. Dezember 2020 befristet. „Bisher hat der ZVG keine Informationen vorliegen, ob bereits Azubis aus insolventen Betrieben übernommen wurden. Es ist auch noch nicht bekannt, wie hoch die Übernahmeprämie von Auszubildenden aus Insolvenzbetrieben sein wird“, erklärt dazu Larisa Chvartsman, Referentin für Bildung und Forschung beim Zentralverband Gartenbau (ZVG), auf Nachfrage der TASPO.

Zusätzliche Mittel im Digitalpakt bereitgestellt

Die Allianzpartner haben des Weiteren beschlossen, dass die Berufsschulen an den zusätzlich (im Digitalpakt) bereitgestellten 500 Millionen Euro zur Beschaffung von Endgeräten für bedürftige SchülerInnen sowie für die Erstellung von digitalem Content an den Schulen teilhaben können. Die TASPO fragte Chvartsman, wann dieser Digitalpakt zum Greifen kommt. Der ZVG-Referentin zufolge hat sich der Bildungsausschuss des Bundestags am 28. Mai mit dem Sofortprogramm im Rahmen des Digitalpakts Schule befasst, bis dato sei aber noch nichts Näheres zum Start bekannt. „Uns ist hierbei besonders wichtig, dass die Berufsschulen und damit unsere Auszubildenden hierbei nicht zu kurz kommen. Bisher ist zur Verteilung der 500 Millionen Euro nur bekannt, dass sie nach dem Königsteiner Schlüssel auf die Bundesländer verteilt werden“, so Chvartsman.

Mehr zu diesem Thema finden Sie auf der Website der Allianz für Aus- und Weiterbildung.

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