Hits und Flops zu Weihnachten

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In der Woche vor Weihnachten standen die Preise zunächst Montag und Dienstag stark unter Druck, ab Mittwoch kam das Geschäft dann in Gang, um Donnerstag und Freitag seinen Höhepunkt zu erreichen. So beschreibt die niederländische Blumenversteigerung Flora Holland die Geschäfte zum Ende des Jahres 2008. Gefragt waren vor allem die typischen Weihnachtsfarben Rot und Weiss, aber auch Besonderheiten wie goldfarbene Lisianthus oder orangene Gerbera liefen gut. Am Montag vor Heiligabend stiegen die Einfuhren, die Preise fielen zurück. Das Preisniveau der Vorwoche wurde nicht mehr erreicht. Einen Grund sieht der Vermarkter vor allem darin, dass entferntere Ziele in Europa innerhalb dieser wenigen Tage nicht mehr erreicht würden. Im einzelnen berichtet die Flora Holland folgendes:

Rosen: Gefragt waren Spezialitäten, gewachst, gefärbt oder mit Glitter besprüht, die Preise von 1,60 bis 1,80 Euro erzielten. Großblütige in Rot und Weiß waren Freitag noch gut im Preis, die anderen Farben mittelmäßig. Montag danach konnten sich die Weißen noch behaupten, die Roten standen schon unter Druck. Auffallend war die relativ kleine Preisdifferenz zwischen Kurz- und Langstieligen.

Chrysanthemen: Beste Preise wurden auch hier freitags erzielt, Rot waren sehr gefragt und lagen mindestens ein Viertel über dem Durchschnittspreis. Weiße wurden in großen Mengen angeboten, als echte Trendfarbe in diesem Winter. Grün spielte alleine bei den Santini eine Rolle.

Gerbera: Germini verzeichneten in Woche 51 zunächst eine große Anlieferung mit geringen Preisen, kletterten dann am Freitag auf zum Teil sehr gute Preise. Und fiel montags wieder zurück. Rot und Weiß gaben den Ton an, die anderen Farben folgten. Großblütige erzielten extrem gute Preise am Freitag, Rot und Weiß liefen besonders gut, aber auch Orange, Gelb und Rosa folgten.

Tulpen: es wurden in der Frühsaison etwa 35 Prozent weniger angeliefert als vergangenes Jahr. Entsprechend erzielten sie gute Preise, bis zu 0,18 Euro am Freitag.

Lilien: Schwere Ware, lange Stiele, auch weiße „Oriental“ wie ‘Mero Star’ oder ‘Willeke Alberti’ sowie schwere „Longiflorum“ erzielten gute Preise, bei Asiatischen und LA-Hybriden zogen selbst die Farben Lachs und Gelb noch an.

Amaryllis: Verzeichneten einen ansteigenden Preisverlauf in der Woche 51. Rot und Weiß waren die Weihnachtsfarben, später kamen auch Lachs und die zarten Farben hinzu. Hits waren die doppelt gefüllten ‘Red Nymph’ mit Preisen bis zu 4,35 Euro.

Alstroemerien: Wurden in den vergangenen anderthalb Monaten weniger angeliefert. Sie erzielten in der Weihnachtswoche sehr gute Preise, vor allem weiße und rote Sorten, wie ‘Virginia’, ‘Avant Garde’, ‘Chicago’, ‘Monte Rosso’ und ‘Nadya’.

Topfpflanzen: Weihnachten gibt Impulse für den Absatz vor allem blühender Zimmerpflanzen, vor allem in Rot, etwas weniger in Weiß und besonders im mittelpreisigen Segment. Das gilt für Phalaenopsis, Anthurium, auch für Stephanotis und Ardisia. Rote Poinsettien wurden in der Woche nach Weihnachten ebenso gut bezahlt, vor allem durch das begrenzte Angebot. Die anderen Farben erzielten weniger gute Preise. Ebenfalls nachgefragt waren neben Cyclamen und Azaleen auch Begonien, Kalanchoe und Saintpaulien.

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