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Hitze-Aktionsplan sorgt für Diskussionen

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Der Klimawandel stellt Städte vor große Herausforderungen und sorgt damit in der Großen Koalition für Diskussionen um einen Hitze-Aktionsplan, berichtet das Handelsblatt. Während die SPD steuerfinanzierte Vorkehrungen für künftige Hitzeperioden ablehne, zeigte sich die Union gegenüber einer Aufstockung des bestehenden Programms offen.

Nicht nur städtische Grünflächen brauchen aufgrund der anhaltenden Trockenheit und Hitze zusätzliche Bewässerung. Foto: Pixabay

Mehr Geld für Maßnahmen des Wassermanagements?

„Zur Verbesserung der urbanen grünen Infrastruktur stellt der Bund den Ländern und Gemeinden auf Initiative der Union bereits seit 2017 über das Programm ‚Zukunft Stadtgrün‘ jährlich 50 Millionen Euro zur Verfügung“, teilte der Großstadtbeauftragte der Unions-Bundestagsfraktion, Kai Wegner (CDU), dem Handelsblatt mit.

So soll angesichts des fortschreitenden Klimawandels geprüft werden, ob das Programm auch für Maßnahmen des Wassermanagements geöffnet und finanziell aufgestockt werden kann.

Auf weitere heiße und trockene Sommer einstellen

Auch der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) Gerd Landsberg forderte im Gespräch mit dem Handelsblatt, sich gezielter auf weitere heiße und niederschlagsarme Sommer einzustellen.

Er schlug Maßnahmen in Form von einer Optimierung der Wasserversorgung, zusätzliche Speicherkapazitäten und mehr hitzeverträgliches Grün in den Städten vor. Dies setze zusätzliche Mittel voraus und erfordere eine gezielte Zusammenarbeit des Bundes, der Länder und Kommunen.

Vorsorgende Klimaanpassungspolitik gefordert

Insbesondere „hochverdichtete Städte“ seien in diesem Zusammenhang laut einer Regierungsanalyse gefordert, da sie aufgrund ihres „sehr hohen Versiegelungsgrades“ eine besondere Anfälligkeit für Extremwetter wie Starkregen oder Hitze aufweisen. So können die Temperaturen in den Städten je nach Bevölkerungsdichte, Art der Bebauung und Grad der Versiegelung nachts bis zu mehr als zehn Grad höher als im Umland liegen, betont die Bundesregierung.

Um zudem Schäden an der Infrastruktur und am Gebäudebestand durch beispielsweise Starkregen zu verhindern, sei eine „vorsorgende Klimaanpassungspolitik“ in den Städten notwendig.

Bilanz zur anhaltenden Trockenheit

Wie gehen Grünflächenämter mit der anhaltenden Hitze und Dürre um? Die TASPO sprach mit Rüdiger Dittmar, Leiter des Amts für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig, über die Situation vor Ort, akute Maßnahmen und eine erste Bilanz zur diesjährigen Trockenheit. Das Interview mit Dittmar lesen Sie in der TASPO 32/2018, die am 10. August erscheint.