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Hochsaison für Blumenkontrollen

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Der Valentinstag bedeutete nicht nur für die Floristen Hochsaison, auch der Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Gießen hatte alle Hände voll zu tun. Am Frankfurter Flughafen wurde die Importe von Schnittblumen aus Drittländern genauestens unter die Lupe genommen.

Die zu kontrollierenden Importe von Rosen schnellen im Februar traditionell in die Höhe. Foto: Sabine van Erp / Pixabay

Jede Sendung Rosen wird kontrolliert

Für die Importeure von Schnittblumen gehört die Zeit vor dem 14. Februar zu den turbulentesten Wochen. Es herrscht Hochsaison. Am Frankfurter Flughafen kommen große Mengen an Schnittblumen an und werden vor Ort abgefertigt. „Und das bekommt auch unser Pflanzenschutzdienst zu spüren“, weiß der Gießener Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich. Das Regierungspräsidium Gießen kontrolliert entweder stichprobenartig oder bei einer sogenannten Beschaupflicht jede Sendung aus Drittländern mit derzeit 21 Beschäftigten direkt am Frankfurter Flughafen. Zu den zu überprüfenden Importen zählen nicht nur Obst- und Gemüselieferungen, sondern auch Blumen, bei denen Rosen die Beliebtheitsskala deutlich anführen. Diese unterliegen allerdings der Beschaupflicht. Im Einzelnen bedeutet das einen enormen Mehraufwand für die Kontrolleure, denn jede Sendung wird kontrolliert.

Importzahlen von Rosen steigen im Februar enorm an

In den ersten beiden Februarwochen des Vorjahres wurden insgesamt über 28 Millionen Rosen über den Flughafen Frankfurt nach Deutschland eingeführt. Begleitend hierzu steigt auch die Abfertigung von Schnittgrün an. „Kurz vor dem 14. Februar schnellen die Importzahlen für die Rosen deutlich an“, erklärt Werner Bolz, Mitarbeiter im Pflanzenschutzteam am Flughafen. Hauptanbauländer von Rosen seien vor allem Kenia, Ecuador und Sambia, doch auch aus Tansania und Kolumbien kommen Rosen. „Für uns bedeutet dies eine Mehrzahl an Kontrollen bei der Ankunft der Schnittblumen und natürlich auch ein entsprechendes Arbeitsaufkommen bei der Überprüfung der Pflanzengesundheitszeugnisse und sonstiger Dokumente“, erläutert Bolz weiter.

Einschleppen von Schädlingen vermeiden

Bei pflanzlichen Produkten aus dem außereuropäischen Raum bestehe laut Regierungspräsidium die Gefahr, dass diese mit Pflanzenschädlingen befallen sein können. Diese haben in unseren Breitengraden nur selten natürliche Fressfeinde und können sich daher mühelos ausbreiten und zu einem Problem für Anbauer von Kultur- und Forstpflanzen werden. Als prominente Beispiele seien hier der Buchsbaumzünsler, oder auch der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) genannt. Einst mit unbehandeltem Verpackungsholz eingeschleppt, ist er mittlerweile zum Problem in einigen Regionen und zum meldepflichtigen Quarantäneschädling geworden.

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