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Hochschulen: Verbände fordern mehr Praxisbezug

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Mehr Praxisbezug in der Hochschulausbildung – dafür setzen sich der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) und der Bund deutscher Baumschulen (BdB) ein – und haben jetzt ein gemeinsames Positionspapier vorgelegt.

Mehr Bezug zur beruflichen Praxis im Studium fordern BGL, bdla und BdB. Foto: kasto/Fotolia

Fokus in der Hochschulausbildung muss stärker auf Berufspraxis in der grünen Branche liegen

Einig sind sich die drei Branchenverbände insbesondere darin, dass der Fokus in der Hochschulausbildung stärker auf den beruflichen Aufgaben und Anforderungen in der grünen Branche liegen muss, um einen erfolgreichen Übergang vom Studium in den Beruf zu gewährleisten.

„Die Studierenden sind heute bereits nach sechs Semestern beziehungsweise drei Jahren mit ihrem Studium fertig. Oft fehlt den Absolventen jedoch die Praxiserfahrung für eine erfolgreich anschließende, berufliche Tätigkeit“, sagt etwa BGL-Präsident August Forster.

BGL und BdB sprechen sich für Praktikum als Zulassungsvoraussetzung zum Studium aus

In ihrem gemeinsamen Positionspapier sprechen sich insbesondere BGL und BdB deshalb dafür aus, in den Studiengängen Landschaftsbau und Gartenbau mit Bezug zur Baumschulwirtschaft stärker die spezifischen beruflichen Anforderungen zu berücksichtigen und ein zwölfmonatiges Vorpraktikum als Zulassungsvoraussetzung zum Studium sowie ein volles Praxissemester während des Studiums verpflichtend an allen Hochschulen einzuführen.

„Mit unserem gemeinsamen Positionspapier möchten wir in den Dialog mit den Hochschulen und der Politik treten und unsere Unterstützung anbieten“, so BdB-Präsident Helmut Selders.

bdla fordert studienbegleitende Praxisphasen für angehende Landschaftsarchitekten

Zudem fordert der bdla ein breit angelegtes Studium mit Vermittlung von Kernkompetenzen in allen wesentlichen Arbeitsfeldern der Landschaftsarchitektur, insbesondere in der Freiraum- und Objektplanung wie auch der Landschafts- und Umweltplanung.

„Unerlässlich sind studienbegleitende Praxisphasen, um das an der Hochschule erworbene Wissen anzuwenden, Fähigkeiten einzuüben und in der Planungspraxis zu vertiefen. Anzustreben ist ein volles Semester als Zwischenpraktikum“, so bdla-Präsident Till Rehwaldt.

Das gemeinsame Positionspapier von BGL, bdla und BdB können Sie hier downloaden.