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Good News: Erfolg mit Sommerschnittblumen

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Die Lage im deutschen Gartenbau ist aus vielerlei Gründen nicht so rosig und somit bestimmt häufig eine gewisse negative Grundstimmung die Gespräche mit Zierpflanzen-Gärtnern. Daher fällt es schon auf, wenn einer wie Bernhard Veigel sagt: „So manchmal im Sommer habe ich mich angesichts des vollen Lkw gefragt – wer soll das alles kaufen? Aber es wurde nahezu alles verkauft.“

„Die Leute kaufen wieder mehr Blumen“, haben Bernhard und Cornelia Veigel in ihrer Gärtnerei in Asperg beobachtet. Foto: Veigel

Mit anderen Worten: Die Nachfrage nach heimischen Blumen steigt deutlich – es gibt sie also doch, die guten Nachrichten. Es wird nur zu selten darüber gesprochen.

Verbraucher kaufen wieder mehr Blumen

Bernhard Veigel spricht darüber, und es fallen ihm viele gute Gründe ein, die zum Erfolg beitragen. „Die Leute kaufen wieder mehr Blumen, die Freude daran wächst. Sichtbar ist das beispielsweise bei Einladungen, die Flasche Wein wird zu Hause gelassen, es werden wieder Blumen mitgenommen“, hat der Gärtnermeister etwa beobachtet.

Und die verbesserte Nachfrage beim Sommerflor ist kein Einzelphänomen seiner Gärtnerei im baden-württembergischen Asperg, so Veigel weiter – auf dem Blumengroßmarkt Stuttgart seien sie immerhin sechs Sommerblumen-Produzenten.

Sommerschnitt in ganzer Vielfalt bleibt Blumeneinzelhandel vorbehalten

Dem Sommerflor sehr entgegen kommt laut Veigel die „aktuelle, locker und luftig gestaltete Floristik“. Dabei schätzen die Verbraucher vor allem die Sortenvielfalt, weiß der Gärtnermeister – die die Kunden so nur im Blumeneinzelhandel finden. „Segmente wie den Sommerflor in seiner ganzen Vielfalt, gibt es nicht beim Discounter, dieses Sortiment bleibt den BGM-Kunden (Blumengroßmarkt) vorbehalten“, so Veigel.

Populär sind dem Gärtnermeister zufolge bizarre Blütenformen. „Unter anderem daraus erklärt sich auch der Erfolg der Gloriosa“, sagt Veigel. Ansonsten gehe der Trend zu kürzeren Blumen, „Bodenvasen etwa mit langen Gladiolen sind out“. Die Erzeuger hätten sich längst auf diese veränderten Verbraucherwünsche eingestellt.

Zuwächse gibt es aber nicht nur bei Sommerschnittblumen, so Veigel. „Mit Kräutern oder Naschgarten-Produkten sind beispielsweise ganz neue Segmente entstanden, die es in dieser Größenordnung vor ein paar Jahren noch gar nicht gab.“

Sonnenblumen-Aktion von Fleurop bremst Veigels Absatz

Bernhard Veigel (und nicht nur er) spürt natürlich auch die Veränderungen auf der Anbieterseite. „Als Fleurop im Juli eine Sonnenblumen-Aktion gemacht hat, haben einige meiner Kunden mit Hinweis darauf spürbar weniger gekauft“, berichtet der Erzeuger aus Asperg. „Ich verstehe bis heute nicht, dass sich Floristen so sensible Ware wie Blumen im Karton senden lassen. Wenn bei mir die Ware mal eine Stunde ohne Wasser steht, bekomme ich die Krise.“

Frische, Qualität, Sortierung, Aufbereitung – das sind für Veigel Aspekte, die für eine gute Zukunft des regionalen Zierpflanzen-Anbaus sprechen.

Der komplette Beitrag über Bernhard Veigel, seine Gärtnerei und den Erfolg mit (Sommerschnitt-)Blumen ist im Rahmen unserer Serie „Good News“ in der TASPO 37/2017 erschienen. Ein Exemplar der Ausgabe können Sie per Mail bei Melanie Schuhmacher bestellen.