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„horti-regio“: 2014 erstmals mit Experten-Forum

Die Gartenbau-Fachmesse „horti-regio“ bietet erstmals in diesem Jahr ein Experten-Forum zu aktuellen Themen wie Schädlingen, Klimawandel oder neuen Züchtungen an. Renommierte Fachleute aus dem Gartenbau behandeln in Halle A jeweils ein Thema und stehen den Messebesuchern für Fragen und Informationsaustausch zur Verfügung, teilen die Veranstalter mit. 

Rund 2.000 Fachbesucher werden zur „horti-regio 2014“ erwartet. Erstmals in diesem Jahr findet ein Experten-Forum statt. Foto: horti-regio

Sechs Experten haben ihre Teilnahme bei der „horti-regio“ am 17. Juli in Leipheim inzwischen zugesagt:

Klaus Körber, Leiter des Sachgebiets Obstbau und Baumschule an der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim, befasst sich mit Gehölzen zu Zeiten des Klimawandels. In einem großangelegten Projekt untersucht er die Tauglichkeit von Bäumen in Hinblick auf die zu erwartenden klimatischen Veränderungen in den nächsten Jahrzehnten. Weitere Experten von der LWG stehen für Fragen rund um die Themen Obstbäume, Neuzüchtungen, Gehölzsichtung sowie Meister- und Technikerschule zur Verfügung.

Das Buchsbaumsterben durch den Pilz Cylindrocladium buxicola thematisiert Heinrich Beltz von der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Bad Zwischenahn der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Er informiert im Rahmen des Experten-Forums über Krankheiten und Schäden am Buchsbaum, gibt Auskunft zu alternativen Gehölzen und steht für Fragen rund um das Thema Produktionstechnik in der Baumschule zur Verfügung.

Aus aktuellem Anlass befasst sich Carolin Bögel von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising (Institut für Pflanzenschutz) mit Quarantäneschädlingen, die in den letzten Jahren vermehrt als blinder Passagier in Verpackungsholz nach Deutschland eingeschleppt wurden. Käfer wie der aggressive Laubholzbockkäfer oder der Citrusbockkäfer gehören mittlerweile zu den gefährlichsten importierten Schädlingen.

Christoph Zirnbauer, Geschäftsführer der eab (Erzeugergemeinschaft für autochtone Baumschulerzeugnisse in Bayern) und Erntebeauftragter der EZG (Erzeugergemeinschaft für gebietsheimische Gehölze Baden-Württemberg) steht für Fragen rund um das Thema „Autochthone Gehölze“ zur Verfügung. Gebietsheimische Pflanzen sind ausgezeichnet an Klima und Boden ihrer Heimat angepasst und gelten deshalb als besonders widerstandsfähig.

Dr. Olaf Zimmermann vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg in Karlsruhe ist Experte für aktuelle Schädlinge wie den Buchsbaumzünsler oder die Maulbeerschildlaus. Der Biologe und Fachmann für Zoologische Diagnostik gibt im Experten-Forum Tipps zu Erkennung und Bekämpfung der Schaderreger.

Sichtungsergebnisse stellt Dr. Michael Ernst von der Staatsschule für Gartenbau und Landwirtschaft Hohenheim vor. Durch Züchtung und Selektion sind in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Gehölzsorten entstanden, deren Wert im Rahmen von Sichtungen beurteilt wird.

Die Veranstalter erwarten zur „horti-regio 2014“ rund 150 Aussteller und 2.000 Fachbesucher. Thematische Schwerpunkte der Messe werden die Bereiche Gartenbau, Baumschule, Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenbau, Garten- und Landschaftsbau, Verkauf, Dienstleistungen sowie Technik, Zubehör und Bedarfsartikel sein. (ts/hr)