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igs in Hamburg: auch die Pflanzen haben Durst

Gepflegte Beete trotz Gluthitze: Bei normalem Hamburger Wetter ist die Bewässerung der Pflanzen keine Herausforderung – auf der Internationalen Gartenschau Hamburg (igs) wird Regenwasser in einer Zisterne mit 110 Kubikmeter Fassungsvermögen aufgefangen und bei Bedarf verwendet. An heißen Tagen braucht ein Park wie der Wilhelmsburger Inselpark jedoch rund 500 Kubikmeter Wasser. Eine logistische Meisterleistung für das Team, das lange bevor die ersten Besucher um neun Uhr auf das Gelände kommen, bereits alle Pflanzen versorgt hat. 

Die igs-Mitarbeiter versorgen die Pflanzen regelmäßig mit Wasser, besonders an heißen Sommertagen. Foto: igs 2013/Johannes Arlt

Die Zisterne versorgt einen Teil des Geländes, die restlichen Bereiche werden über Stichleitungen direkt aus dem Hamburger Netz versorgt. Bei hohem Bedarf und ausbleibendem Regen muss auch das Wasser für die Zisterne aus dem städtischen Netz entnommen werden. Ein unterirdisches Ringleitsystem verbindet sie mit Hydranten – etwa 30 bis 40 allein für die Zisterne, 100 auf dem gesamten Gelände, das insgesamt etwa 100 Hektar groß ist. Aus den Hydranten wird das Wasser über Schläuche, Gießbrausen und Regner entnommen.

Obwohl der Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg von Wasser umgeben und von zahlreichen Entwässerungsgräben und Wettern (Entwässerungskanälen) durchzogen ist, kann dieses Wasser nicht für die Bewässerung der Pflanzen genutzt werden. Es ist zu eisenhaltig. Auch das hoch anstehende Grundwasser kann von vielen Pflanzen der Schmuckpflanzungen nicht erreicht werden, sodass eine tägliche Wässerung für einen immer vitalen und attraktiven Blumenschmuck sorgt. (igs)