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IGW 2014: Die Politik zu Gast beim ZVG – Risikorücklage bleibt Wunsch

Viel politische Prominenz besucht dieser Tage den Stand des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Unter anderem konnte der ZVG den Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft begrüßen. ZVG-Präsident Jürgen Mertz nutzte die Gelegenheit, um auf die Schwächen des Koalitionsvertrages aufmerksam zu machen. 

ZVG-Präsident Jürgen Mertz erläutert Vertretern des Bundestagsausschusses für Ernährung

Insbesondere bedauerte er den Umstand, dass die mit Nachdruck vom Gartenbau geforderte Risikoausgleichsrücklage wieder aus dem Entwurf des Koalitionsvertrages gestrichen wurde. Er forderte deshalb erneut die Einführung einer steuerfreien Risikorücklage für die Betriebe.

Die Vorsitzende des Ausschusses, Gitta Connemann, zeigte Verständnis und sicherte Unterstützung zu. Sie betonte, dass der Ausschuss sehr wohl um die Bedeutung des deutschen Gartenbaues wisse. So erinnerte sie an die stets gute Zusammenarbeit zum Wohle der deutschen Gärtner und nannte als Beispiele die Ergebnisse für den Gartenbau hinsichtlich der landwirtschaftlichen Sozialversicherung und die Beschlüsse zur Mehrgefahrenversicherung, wofür sie in beiden Fällen gemeinsam mit dem ZVG hart gekämpft habe.

Mertz betonte weiterhin die Notwendigkeit zur Nachbesserung in Bezug auf den gesetzlichen Mindestlohn, da im Gartenbau allein schon durch den erhöhten Bedarf an Saisonarbeitskräften eine Regelung gefunden werden müsse. Neben den grundsätzlichen Bedenken sei außerdem nicht hinnehmbar, dass gültige Tarifverträge, die bis Ende 2017 die Einführung von freiwilligen Lohnuntergrenzen in Höhe von 8,50 Euro festschreiben, nunmehr durch den Stichtag 31. Dezember 2016, ab dem der gesetzliche Mindestlohn gelten soll, unterlaufen werden. (zvg)