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Ertragslage im Gartenbau verbessert

Im Gartenbau geht es weiter aufwärts, wie die Ergebnisse des letzten Agrarberichts zeigen (siehe TASPO 6/07). Die kürzlich erschienene Broschüre "Ertragslage in Garten- und Weinbau 2007" des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV), ein ergänzter Auszug aus dem Agrarbericht, gibt weitere Informationen über die wirtschaftlichen und strukturellen Verhältnisse im Gartenbau. Im Jahr 2006 betrug der Produktionswert der Garten- und Obstbauerzeugnisse rund 5,4 Milliarden Euro (Mrd. EUR), die gartenbaulichen Dienstleistungen (Garten- und Landschaftsbau sowie Friedhofsgärtnerei) beliefen sich auf etwa 5,13 Mrd. EUR. Die Verkaufserlöse für gartenbauliche Produkte stiegen 2006 vorläufigen Berechnungen zufolge um 5,6 Prozent auf rund fünf Mrd. EUR. Betrachtet man den Anteil dieser Verkaufserlöse an denen der gesamten Landwirtschaft, hat die wirtschaftliche Bedeutung des Gartenbaus in den letzten fünf Jahren zugenommen: Der Anteil stieg von 13 Prozent in 2001 auf 16 Prozent in 2006. Etwa ein Drittel der Verkaufserlöse wurde im Gemüsebau erzielt, ein knappes weiteres Drittel mit Zierpflanzen. Nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes gab es im Agraraußenhandel ein deutliches Wachstum gegenüber 2005: Die Ausfuhr legte um rund elf Prozent auf knapp 38 Mrd. EUR zu, die Einfuhr stieg um neun Prozent auf rund 48 Mrd. EUR.

Importe: Im vergangenen Jahr wurden Gartenbauerzeugnisse im Wert von insgesamt rund zehn Mrd. EUR eingeführt, das entsprach 21 Prozent der gesamten Agrarimporte. Für Obst- und Gemüseimporte wurden 8,35 Mrd. EUR ausgegeben; mehr als die Hälfte davon entfiel auf Frischgemüse und Gemüsekonserven, von denen über vier Millionen Tonnen importiert wurden. Hauptlieferant für Frischgemüse waren mit 39 Prozent der Importe weiterhin die Niederlande, bei Gemüsekonserven dagegen lag Italien vorne. Die Obstimporte beliefen sich auf 4,7 Millionen Tonnen im Wert von 3,5 Mrd. EUR, dabei kamen Zitrusfrüchte vor allem aus Spanien und Frischobst vorwiegend aus Italien. Die Blumen- und Pflanzenimporte 2006 hatten einen Wert von 1,73 Mrd. EUR, davon machten Schnittblumen (44 Prozent) und Topfpflanzen (27 Prozent) die größten Anteile aus. 77 Prozent der Blumen und Pflanzen stammen aus den Niederlanden, allein bei Schnittblumen lag der niederländische Anteil sogar bei fast 90 Prozent.

Exporte: An den Agrarausfuhren im Wert von insgesamt knapp 38 Mrd. EUR hatten die Gartenbauprodukte einen Anteil von nur rund drei Prozent. Damit lagen die deutschen Gartenbauexporte deutlich unter den Einfuhren.

Erfreulicherweise hat die Arbeitslosigkeit in allen grünen Berufen stark abgenommen: Mit 93508 arbeitslos gemeldeten Personen in Land- und Forstwirtschaft sowie Gartenbau (September 2006) war dies ein Rückgang um fast 35 Prozent. Ende 2006 ließen sich 17750 Jugendliche, ein Fünftel davon weiblich, in einem gärtnerischen Beruf ausbilden, das entspricht einer Zunahme von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Weitere Details aus der BMELV-Broschüre "Ertragslage in Garten- und Weinbau 2007" finden Sie im Download-Bereich.