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Im Interview: Philipp Ferger

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Die Messe Frankfurt hat umstrukturiert und die Konsumgütermesse Tendence stärker von der Ambiente entkoppelt. Renate Veth fragte für TASPO-Online bei Bereichsleiter Philipp Ferger nach den Auswirkungen für die Besucher, aber auch nach Visionen für die Zukunft.

Philipp Ferger spricht mit TASPO Online über die Zukunft der Konsumgütermesse Tendence. Foto: Messe Frankfurt

Was bedeutet es konkret für den Besucher, dass die Tendence und Nordstil in einem neuen Organisationsbereich zusammengelegt werden?

Philipp Ferger: An dieser Stelle möchte ich voranstellen – es handelt sich um rein organisatorisch-personelle Änderungen. Der Besucher wird davon unmittelbar erst einmal nichts mitbekommen bei seinem nächsten Messebesuch hier in Frankfurt. Die Umstrukturierungen beziehen sich in erster Linie auf die Ausstellerakquise, -betreuung und die Hallenplanungen.

Welche Folgen hat das örtlich, zeitlich und vom Sortiment her für beide Messen?

Philipp Ferger: Die Tendence Ende August ist die internationalste und größte Orderplattform Deutschlands in der zweiten Jahreshälfte. Die Nordstil die regionale Orderplattform für den norddeutschen Einzelhandel zweimal im Jahr. Daran wird sich erst einmal nichts ändern. Ob und inwieweit es konzeptionelle und/oder terminliche Änderungen an der bekannten Tendence geben wird, das wird das neue Team in sehr enger Abstimmung mit unseren Partnern  auf Ausstellerseite, den Verbänden und dem Handel entscheiden. Sobald es hierzu Neuigkeiten geben sollte, werden wir natürlich sowohl unsere Kunden als auch die Presse zeitnah informieren.

Welches sind konkret die erfolgreichen Prozesse der anderen Messen, die in diesen neuen Bereich übertragen werden sollen?

Philipp Ferger: Wir als Messe Frankfurt investieren parallel zu dieser organisatorischen Umstrukturierung gezielt personell sowohl in die Ambiente als auch in die Tendence. Für beide Messen werden die Teams vergrößert. Wir geben damit jeder Messe die individuelle und bedarfsgerechte Aufmerksamkeit, die sie benötigt. Denn die dahinterliegenden Prozesse und Organisationsstrukturen unterscheiden sich mittlerweile einfach durch die unterschiedlichen Positionierungen der Messen.

Die Ambiente als DIE bedeutendste Weltleitmesse im Konsumgüterbereich braucht einfach mit ihren stark international geprägten Besucherströmen und einer globalen Ausstellerschaft andere Strukturen und Prozesse als eine auf den europäischen Markt fokussierte Tendence. Das beginnt allein schon bei der Art der Kundenansprache und -unterstützung. Daher werden wir ein eigenes Sales-Team innerhalb des neuen Bereichs implementieren.

Dies setzt sich aber auch fort bei entsprechend schnelleren und kürzeren Kommunikations- und Abstimmungswegen extern mit unseren Kunden aber auch intern. Ein Anliegen bestimmte die gesamte Umstrukturierung – wir wollen insgesamt schlanker und damit schneller und flexibler werden, um so besser, gezielter und agiler die Bedürfnisse unserer Kunden aus dem In- und Ausland erfüllen zu können.