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Im Rahmen der Didacta: E-Learning-Preis für LVG Heidelberg

Den E-Learning-Award in der Kategorie Open Source haben jetzt die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau (LVG) Heidelberg und ihr Projektpartner Frentix GmbH im Rahmen der Bildungsmesse Didacta erhalten. Seit zehn Jahren kombiniert die LVG Heidelberg den Einsatz neuer Medien (Online-Lernphasen) mit herkömmlichen Lernveranstaltungen. Dies rückt mit der Verleihung des E-Learning-Preises nun verstärkt ins Blickfeld. 

Virtuelle Schädlinge krabbeln übers virtuelle Blatt. Unten lauern die virtuellen Nützlinge. Der Spieler soll den richtigen Nützling gegen die jeweilige Schädlingsart finden und anklicken. Gelingt dies, verschwindet der Schädling. Wird der falsche Nützling gewählt, erhöht sich die Geschwindigkeit des Schädlings, adäquat zum erhöhten Schädlingsdruck im wahren Leben. Der Spieler bekommt umso mehr Punkte, je länger er vermeidet, dass Schädlinge ins Ziel kommen.

Dieses Computerspiel zählt zu den Inhalten des „Blended Learning“-Konzeptes, das von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau (LVG) Heidelberg seit zehn Jahren bei Vorbereitungskursen auf die Gärtnermeisterprüfung eingesetzt wird. Auf der Bildungsmesse Didacta (25. bis 29. März 2014, Stuttgart) erhielten die LVG Heidelberg und ihr Projektpartner Frentix einen der fünf E-Learning-Preise, die vom E-Learning Journal verliehen werden.

„Wir versuchen, den angehenden Gärtnermeistern das E-Learning schmackhaft zu machen!“ Holger Strunk vom Fachbereich „Bildung und Ökologie“ der LVG Heidelberg erwähnte dies anlässlich der Preisverleihung bei einem Vortrag zum Thema „OpenOLAT in der Gärtnermeisterausbildung“. Das gewählte Unterrichtskonzept „Blended Learning“ verbinde traditionelle Lernmethoden mit dem „Lernen am Computer“.

Gerade bei den Kurzkursen sei sehr hilfreich, dass sich dank E-Learning die Anwesenheitszeiten im Klassenzimmer („Präsenzphase“) und so die Kursdauer reduzieren ließen. Damit könnten manche angehenden Gärtnermeister die Vorbereitung auf die Meisterprüfung absolvieren, ohne die Arbeitsstelle kündigen zu müssen. Die verkürzte Präsenzphase werde durch gezielt gestellte Aufgaben, die von den Schülern zu Hause am Computer mit der Lernplattform verrichtet werden, ausgeglichen.

Die Frentix GmbH aus Zürich ist Anbieter des Lernmanagement-Systems OpenOLAT. Mit diesem Schweizer Unternehmen arbeitet die LVG Heidelberg intensiv zusammen. Die Firma war aus einem Projekt der Universität Zürich hervorgegangen und ist mit ihrem System heute in über 150 Ländern präsent. (eh)