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Importstopp: EU zu zusätzlicher Hilfe aufgefordert

Die EU soll vom russischen Importstopp betroffenen Obst- und Gemüsebauern zusätzliche Hilfe zukommen lassen. Das fordern die europäischen landwirtschaftlichen Dachverbände Copa und Cogeca in einem Schreiben an die Unions-Komission.

Die Gemüseerzeuger haben weiterhin mit den Auswirkungen des Importstopps zu kämpfen. Foto: Bestart Fotolia

Generalsekretär Pekka Pesonen betonte: „Die bisher getroffenen Maßnahmen, die darauf abzielen, den Erzeugern im Umgang mit den schwerwiegenden Folgen des russischen Embargos zu helfen, sind ein Schritt in die richtige Richtung. Die Durchschnittspreise für Obst und Gemüse befinden sich jedoch immer noch auf einem kritischen Niveau, das bedeutend niedriger ist als der Durchschnitt der letzten Jahre. Die Marktpreise decken nicht einmal die Produktionskosten und die Erzeuger stehen vor erheblichen Liquiditätsproblemen.“

Importstopp für Obst- und Gemüse: Überarbeitung der EU-Regelung

Deshalb fordern Copa und Cogeca eine Überarbeitung der EU-Regelung, mit dem Ziel, eine weitere Verschlechterung der Marktlage für das bevorstehende Wirtschaftsjahr von Gemüse, Sommerfrüchten wie Pfirsichen und Nektarinen sowie Beerenobst zu vermeiden.opa-Cogeca fordert zusätzliche Hilfen für vom Russland-Embargo betroffene Obst- und Gemüse-Erzeuger.

Marktrücknahme der Produkte soll überarbeitet werden

„Die in dieser Regelung vorgesehene Marktrücknahme der Produkte in Form kostenfreier Abgaben ist auf den Bedarf von Wohltätigkeitsorganisationen beschränkt und die Lagerkapazität stößt an ihre Grenzen. Deshalb müssen wir die Rücknahmevergütung für andere Zwecke wie Kompostierung oder Biogaserzeugung anheben, die Transportkosten berücksichtigen und die Lagerkapazität für das bevorstehende Wirtschaftsjahr ausweiten“, heißt es in der entsprechenden Pressemeldung der Copa-Cogeca.

Mehr zur Copa-Cogeca finden Sie auf der Webseite der Dachverbände.(ts)