Inklusion auf der Internationalen Grünen Woche

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Werkstätten für Menschen mit Behinderung ermöglichen kompetente Lösungen für den Gartenbau. Foto: Agentur Glut

Werkstätten für Menschen mit Behinderung stellen auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin ihre Arbeit vor: ein vielfältiges Produktsortiment sowie Dienstleistungsangebote aus den Bereichen Lebensmittel, Garten- und Landschaftsbau. Die Werkstätten ermöglichen den beeinträchtigten Mitarbeitern berufliche Teilhabe und den Kunden ein hochprofessionelles inklusives Beratungs- und Serviceangebot.

Gemeinschaftsstand lädt zu Beratungsgesprächen und zum Erfahrungsaustausch ein

Auf dem Gemeinschaftsstand in der Halle 4.2 „Multitalent Holz“ sind die Werkstätten Kaspar Hauser Stiftung, BWB, Wergo, LebensWerkGemeinschaft, Spektrum, Compass, LWB, faktura, VfJ und USE vertreten. Beschäftigte der Einrichtungen informieren die Messebesucher über ihre Arbeit, laden zum Beratungsgespräch und zum Erfahrungsaustausch ein und verkaufen selbstgefertigte Produkte. Für Schulklassen bieten die Aussteller Mitmachaktionen an, die auch einige Förderschulen wahrnehmen werden.

Worum geht es genau? Die Beschäftigten der Werkstätten BWB, USE und der LebensWerkGemeinschaft beispielsweise erarbeiten für private, gewerbliche und öffentliche Kunden kompetente Lösungen für die Gartengestaltung, sie bepflanzen und pflegen Grünanlagen sowie Gewerbeflächen und halten diese instand. Forstgruppen hingegen verarbeiten Rohholz, bauen Wildschutzzäune und führen umfassende Waldarbeiten durch.

Interessenverbund sichert die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben

Im Interessensverbund „Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Berlin“ sind insgesamt 17 Werkstattträger organisiert. Sie bieten rund 10.000 Beschäftigten mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen professionelle berufliche Qualifikation, individuelle Förderung und einen Arbeitsplatz, der ihren Begabungen und Möglichkeiten entspricht. Manche Beschäftigte wünschen sich dauerhaft den geschützten Rahmen der Werkstätten. Andere können vorübergehend nicht mehr auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten, weil sie beispielsweise psychisch erkrankt sind – sie profitieren von einem individuellen Rehabilitationsangebot.  

Außenarbeitsplätze in den unterschiedlichsten Betrieben und unterstützende Integrationsfachdienste bieten wiederum Beschäftigten, die sich langfristig in den allgemeinen Arbeitsmarkt integrieren wollen, Unterstützung auf ihrem persönlichen Weg. Gemeinsam arbeiten die Werkstätten in Berlin daran, die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben dauerhaft zu sichern. Als wirtschaftliche Unternehmen mit 120 unterschiedlichen Arbeitsangeboten und einem jährlichen Gesamtumsatz von mehr als 35 Millionen Euro sind sie dabei erfolgreich und innovativ.

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