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„Innovation-Deal“ benötigt

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Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität sind zentrale Themen, die die Produktion von morgen beschäftigen werden. Die Politik hat mit dem „Euriopean Green Deal“ und der „Farm-to-Fork“-Strategie die Weichen für die zukünftige Landwirtschaft gestellt, der Industrieverband Agrar (IVA) betont im Rahmen der Internationalen Grünen Woche Digital (IGW) auch die Notwendigkeit eines „Innovation-Deal“.  

Ein Innovation Deal sei laut IVA für die Landwirtschaft der Zukunft erforderlich. Foto: DJI-Agras/ Pixabay

Landwirtschaft auf Innovationen angewiesen

Forderung nach immer weniger Pflanzenschutzmitteln bestimmt immer wieder die Schlagzeilen. Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität gehen in diesem Zusammenhang einher und stellen die Landwirte vor große Herausforderungen. Im Rahmen der Eröffnung der IGW Digital hat der IVA betont, dass die Landwirtschaft daher auch dringend auf Innovationen angewiesen sei. Demnach könne landwirtschaftliche Nachhaltigkeit nur gesteigert werden, wenn es gelinge, mit weniger Input mehr Ertrag zu erwirtschaften, ohne gleichzeitig die Anbaufläche zu erweitern.

Pflanzenschutz-Industrie investiert 14 Milliarden Euro

Um diese Vorgaben erfüllen zu können, habe sich die Pflanzenschutz-Industrie verpflichtet, in neue Technologien zu investieren (TASPO Online berichtete). „Zu den zahlreichen Lehren aus der Corona-Pandemie zählt, dass wir auch weiter eine leistungsfähige Landwirtschaft im eigenen Land brauchen. Die EU stellt durch den Green Deal und die ,Farm to Fork‘-Strategie heute Weichen für die europäische Landwirtschaft von morgen. Damit das gelingt, brauchen wir auch einen ,Innovation-Deal‘: ein Bekenntnis zu neuen Technologien, stabilen Rahmenbedingungen und verlässlicher Regulierung. Die führenden Pflanzenschutz-Hersteller werden ihren Teil des Deals erfüllen und in Europa in den kommenden zehn Jahren 14 Milliarden Euro investieren – für Präzisionslandwirtschaft, Digitalisierung und biologischen Pflanzenschutz“, erklärt Frank Gemmer, Hauptgeschäftsführer des IVA. Seitens der Politik werde hierzulande durch die Innovations-Offensive des Bundeslandwirtschaftsministeriums zum Ausbau der Digitalisierung der Landwirtschaft laut IVA bereit ein richtiger Impuls gesetzt.

Öffentlichkeitswirksamer Austausch fehlt

Im Rahmen der Verbrauchermesse IGW hatte der IVA in den vergangenen Jahren stets die Möglichkeit, in den Austausch mit Politik und der breiten Öffentlichkeit zu kommen. Durch den Corona-bedingten Ausfall der IGW fehle in diesem Jahr allerdings ein wichtiges Forum für den Austausch. „Wir hoffen sehr, dass wir uns im kommenden Jahr wieder im halbwegs normalen Rahmen werden präsentieren können“, so Gemmer.

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