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Innovationspreis Gartenbau: die Gewinner 2018

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Das Grabgestaltungskonzept „NaturRuh – Natürlich erinnern“, die Gemüse- und Salatjungpflanzen-Marke „Veggie Sisters“ und das Topfmagazin Potjet – das sind die Gewinner des diesjährigen Innovationspreises Gartenbau.

Michael Stübgen (M.), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesagrarministerium, ZVG-Präsident Jürgen Mertz (7. v. l.) und die bisherige Deutsche Blumenfee Lisa Bartels (5. v. l.) mit den Preisträgern des diesjährigen Innovationspreises Gartenbau. Foto: ZVG/Thomas Rafalzyk

Innovationspreise auf dem Deutschen Gartenbautag vergeben

Michael Stübgen, Parlamentarischer Staatssekretär bei Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, übergab die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ausgelobten Auszeichnungen heute auf dem Deutschen Gartenbautag in Berlin an die hinter den Innovationen stehenden Unternehmen:

  • Veggie Sisters – Gärtnerei Anne Niemann (Petershagen) und beyond-flora (Bargfeld-Stegen)
  • „NaturRuh – Natürlich erinnern“ – Bund deutscher Friedhofsgärtner (Bonn)
  • Potjet – Mayer GmbH & Co. KG (Heidenheim)

„Veggie Sisters“ hebt herkömmliche Produkte aus der Vergleichbarkeit

Mit „Veggie Sisters“ ist es der Gärtnerei Anne Niemann zusammen mit den Beratungsunternehmen beyond-flora in den Augen der Jury gelungen, Gemüse- und Salatjungpflanzen als eigentlich herkömmliche Produktgruppe mit Hilfe moderner Markenführung aus der Vergleichbarkeit herauszuheben.

Die mit dem Innovationspreis Gartenbau in der Kategorie „Kooperation/Betriebsorganisation/Unternehmenskonzepte“ ausgezeichnete Marke richtet sich vor allem an junge und urbane Verbraucher, die an modernen Ernährungsformen interessiert sind. Layout und YouTube-Videos von „Veggie Sisters“ sind entsprechend spielerisch gestaltet, ein Facebook-Auftritt gibt zusätzlich Tipps zu Anbau, Pflege, Ernte und Verwendung und fördert die Interaktion mit den Endverbrauchern.

Mit der vorbildlichen Nutzung moderner Kommunikationskanäle, der konsequenten Verbraucherorientierung sowie dem Gespür für aktuelle Trends, das die Gärtnerei Anne Niemann mit „Veggie Sisters“ bewiesen hat, kann der Betrieb laut Jury andere Marktteilnehmer im Gartenbau inspirieren.

NaturRuh steigert ökologischen Wert von Friedhofsflächen

Würdevolle Bestattungen bei gleichzeitiger Förderung der biologischen Vielfalt – das bietet das Grabgestaltungskonzept „NaturRuh – Natürlich erinnern“, für das das BMEL den Innovationspreis Gartenbau in der in der Kategorie „Kooperation/Betriebsorganisation/Unternehmenskonzepte“ vergab.

Die Jury würdigte damit den Ansatz des BdF, im Verbund mit Betrieben und Treuhandgesellschaften Friedhöfe attraktiv naturnah zu gestalten. Beim Projekt NaturRuh würden die Gräber mit der Rahmenbepflanzung verschmelzen, in der Staudenmischungen mit jahreszeitlichen Blühaspekten Verwendung finden. Durch die Integration von Nistkästen und Futterstellen für Tiere sowie Gehölze als Insekten- und Bienenweiden steige der ökologische Wert von Friedhofsflächen durch biologische Vielfalt.

Darüber hinaus biete das naturnahe Grabgestaltungskonzept ein nachhaltiges Geschäftsmodell für Friedhofsgärtnereien, da die Pflege der Flächen und Gräber über einen Dauergrabpflegevertrag geregelt wird.

Potjet bietet Arbeitserleichterung für viele Gartenbau-Betriebe

Das mit dem Innovationspreis in der Kategorie „Technik“ ausgezeichnete und von der Heidenheimer Firma Mayer entwickelte Topfmagazin Potjet soll die Topfmaschinen-Technik weiter optimieren. Für verschieden große, runde magazinfähige Kunststofftöpfe geeignet, stelle es eine innovative Lösung zur Vereinzelung von Kunststoff-Blumentöpfen dar – denn anders als herkömmliche Topfmagazine benötigt Potjet keinen Wechsel der Topfeingaben.

Nach Auffassung der Jury stellt die Neuentwicklung damit für viele Gartenbau-Betriebe im Produktionsprozess eine große Arbeitserleichterung dar – insbesondere weil das System an bereits vorhandenen Topfmaschinen nachgerüstet werden kann.

Der seit 1997 vom Bundeslandwirtschaftsministerium vergebene Innovationspreis Gartenbau ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.