Alle News

Internationale Grüne Woche in Berlin: Gärtner laden ein auf die „blühende Baustelle“

Begeistert und mit Respekt gegenüber der Arbeit des grünen Berufsstandes zeigte sich Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, als sie während ihres offiziellen Eröffnungs-Rundgangs auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in der Blumenhalle einen Stopp einlegte, um dort die duftende Pracht an Blumen und Pflanzen zu erleben. 

IGW-Eröffnungsrundgang in der Internationalen Blumenhalle (v.l.): Klaus Wowereit, Ilse Aigner, Lisa Maurer, die Deutsche Blumenfee 2011/2012, Heinz Herker, Andreas Lohff sowie der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner. Foto: ZVG/Heland

Hier empfing sie Heinz Herker, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), ZVG-Vizepräsident Andreas Lohff sowie Lisa Maurer, die Deutsche Blumenfee 2011/2012, die Aigner einen selbst gefertigten frühlingshaften Blumenstrauß überreichte. Gemeinsam mit Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit, dem Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, sowie Vertretern der Messe Berlin ließ sich Aigner das Konzept der Halle erläutern. Unter dem Motto „Blumenhalle im Wandel – Berliner Pflanzen und Gärten“ gestaltete das Landschaftsarchitektenbüro Neumann Gusenburger die zum ersten Mal seit Jahrzehnten vergrößerte Blumenhalle als „die schönste Baustelle der Welt“. Umgesetzt hat die Idee das Floristenteam um Hans-Werner Roth aus Dortmund.

Wie auf Baustellen üblich gibt es riesige Baustoffhügel aus Sand und Pflastersteinen, die sich aber durch Hortensien, Rosen, Orchideen, Primeln und Narzissen in wahre Blumenhügel verwandelt haben, während sie darauf warten, verbaut zu werden. Die angedeutete Baustelle in Winterruhe wird durch Blumen, die schon den Frühling ankündigen, bunt und lebendig und lassen erahnen, was hier noch alles wachsen kann.
Eingerahmt ist die Szenerie von üppig bewachsenen Baugerüsten, die den geplanten Wiederaufbau des Berliner Schlosses jetzt schon vorwegnehmen. Der Kran, ein mit Blumen beladener Lkw, bewachsene Mörtelmischwannen, Schubkarren, Baustellenschilder, ein antiker Bauwagen und bunt bepflanzte, rostige Container machen deutlich: Berlin ist im Aufbruch, Berlin ist im Wandel.

Traditionell empfing der Zentralverband am Vorabend der Internationalen Grünen Woche Gäste aus der Agrarwirtschaft, Gartenschauarbeit, Politik, Wirtschaft, Forschung und Lehre sowie viele Gartenfreunde und Förderer des Gartenbaus auf der blumigen Baustelle. Mehr als 1.000 Gäste genossen den Blick in die kunstvoll gestaltete Halle noch vor dem Öffnen der IGW-Tore tags darauf. Der Zentralverband Gartenbau präsentierte sich am Blumenhallen-Empfang gemeinsam mit der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) und der Internationalen Gartenschau Hamburg 2013 (igs). Rundherum stellen sich über die Dauer der gesamten IGW (20. bis 29. Januar) die vielfältigen Gärten Berlins dar, Berliner „Urgewächse“, aber auch neu Hinzugekommenes. Dazu gehören alte und neue Kleingärten, Britzer Garten, Zoologischer Garten, Botanischer Garten, Schulgärten, Gärten der Welt oder die neuen Gärten auf dem Tempelhofer Feld, die bis zur Eröffnung der IGA 2017 entstehen.

Zum vierten Mal ist der Zentralverband Gartenbau mit einem eigenen Messestand auf der IGW für die Hobbygärtner präsent, beispielsweise mit den „Pflanzenneuheiten von Ihrem Gärtner“, gezeigt von der Fachgruppe Jungpflanzen. Wie in den Vorjahren informieren und unterhalten Garten-Experten auf der rbb-Bühne außerdem das Publikum mit interessanten Vorträgen. (zvg/ia)