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Internationale Verbände fordern faire Zusammenarbeit

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Die internationalen Organisationen European DIY-Retail Association (EDRA), das Global Home Improvement Network (GHIN) und die Home Improvement Manufacturers Association (HIMA) haben in einer Meldung zu Zusammenhalt und lösungsorientierter Kooperation aufgerufen. Hintergrund der Meldung sind die nach wie vor durcheinander geratenen Lieferketten und damit verbundenen Lieferengpässe auf der ganzen Welt.

Internationale Handelsorganisationen rufen zu Fairness zwischen sämtlichen Handelspartnern auf. Foto: Markus Distelrath/ Pixabay

Versorgung der Verbraucher sicherstellen

Die Corona-Krise hat weltweit enorme Auswirkungen. Eine davon sind durcheinandergeratene Lieferketten in sämtlichen Bereichen. Steigende Transportkosten, Verknappung der Transportkapazitäten, gestiegene Preise für Rohstoffe wie Stahl, Holz und Ölderivate erzeugen Druck auf die Produktionsstätten weltweit und die Produktion von Waren in China, sowie deren Fähigkeit, die globalen Märkte zu beliefern. Zuletzt sorgte ein Corona-Ausbruch in Yantian für die weitestgehende Sperrung des Hafens, immerhin der viertgrößte weltweit, was für weitere Anspannung sorgt (TASPO Online berichtete). Um dieser Gefahr zu begegnen, rufen die internationalen Organisationen dazu auf, dass alle Beteiligten in der Lieferkette zusammenarbeiten, um die Verbraucher weiterhin mit Produkten versorgen zu können und so wenige Störungen wie möglich zu verursachen. „Wir glauben, dass wir in dieser höchst unvorhersehbaren Situation alle auf faire und praktische Weise zusammenarbeiten müssen. Nur wenn wir zusammenarbeiten und alle möglichen Daten austauschen, können wir die besten Ergebnisse bei der Versorgung der Verbraucher in aller Welt mit lebenswichtigen Gütern sicherstellen“, erklären die Organisationen.

Unternehmen stehen vor Strafzahlungen

Insbesondere die Lieferkette aus China sei erheblich gestört worden. Viele Unternehmen hatten aufgrund von Produktionsstillständen Schwierigkeiten, Bauteile oder Produkte und Waren zu erhalten, oder es kam zu Verzögerungen bei Lieferungen. Erschwerend hinzugekommen, sei die Havarie im Suezkanal, deren Auswirkungen noch heute spürbar seien. Derzeit stehen einige EU-Hersteller und -Zulieferer vor dem Problem, dass ihnen Strafzahlungen drohen, da ihre Produktion und Auftragsabwicklung in hohem Maße von China abhängig sind. Darüber hinaus stehen die in Europa ansässigen Werke vor den gleichen Herausforderungen, obwohl sie näher am Markt sind. Wenn Waren aus China nicht verfügbar sind, müssen Hersteller und Lieferanten alles daransetzen, Beschaffungsalternativen zu finden, um zu versuchen, ihre vertraglichen Verpflichtungen gegenüber ihren Vertragspartnern zu erfüllen, und sie über Lieferengpässe oder Unterbrechungen der Lieferkette zu informieren.

Appell an alle Beteiligten der Lieferkette

„In diesem Zusammenhang appellieren wir an alle Beteiligten im Netzwerk der Lieferkette, bei möglichen Lieferengpässen und Störungen in der Lieferkette in dieser schwierigsten Zeit vernünftige Lösungen zu finden und nicht sofort zu rechtlichen Mitteln und schnellen Abfüllstrafen zu greifen“, heißt es in der Mitteilung der Organisationen. Gute Beratung, gegenseitiges Verständnis und offene Kommunikation seien der Schlüssel. Es sei nur gemeinsam durch konstruktive und faire Partnerschaften möglich, diese Krise zu bewältigen.

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