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Internationale Zoogärtner-Konferenz: Tropenhallen erfordern geradezu mineralische Substrate

Dr. Martin Bauert vom Zoo Zürich, Michael Weinert von Ökohum in Herbertingen und Joep Wensing von Burger's Bush (Arnhem, Niederlande) referierten auf der internationalen Zoogärtner-Konferenz über Substrate in der Innenbegrünung. Gerade in riesigen Tropenhallen, wie sie in letzter Zeit verstärkt gebaut werden, braucht es besonders dauerhafte Substrate und sorgfältig abgestimmte Pflegemaßnahmen, sonst geht es nach ein paar Jahren schief. Rein mineralische Substrate mit einer dünnen organischen Auflage scheinen sich als Lösung für tropische Bedingungen heraus zu kristallisieren. Übereinstimmend berichteten alle drei Referenten, dass Substrate mit organischem Anteil für moderatere Bedingungen (weniger Hitze und Feuchtigkeit) durchaus ihre Berechtigung hätten, im künstlichen Dschungel unter Glas aber Mineralsubstrate durch ihre dauerhafte Strukturstabilität die erste Wahl seien. Die Überschussberegnung über Kopf fordere geradezu die Vergießfestigkeit mineralischer Substrate. In Zürich wurden 70 Zentimeter starke, mehrere Schichten umfassende Mineralmischungen mit dem Hauptbestandteil Lava auf den lehmigen Untergrund aufgebracht, in Arnhem einfach der anstehende Sandboden belassen und in den oberen 40 Zentimetern mit 20 Prozent Podsol-Erde aus Heideflächen angereichert. Weinert zeigte alternativ die käufliche Fertigmischung "Ökohum Innenbegrünungssubstrat Typ Mineral", die gerade beim Erweiterungsbau der Therme Erding in mehreren Hundert Kubikmetern verwendet wurde. Auch Erlebnisbäder weisen ähnliche Bedingungen auf wie Tropenhallen in Zoos. Den ganzen Artikel lesen Sie in der aktuellen TASPO Ausgabe Nr. 25