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Internationaler Blumen- und Pflanzenhandel: Kalter März drückte den Exportumsatz

Der in diesem Jahr ungewöhnlich kalte März hat sich im Sektor Topf- und Gartenpflanzen auch auf den niederländischen Export von Zierpflanzen ausgewirkt. Die Umsätze aus den Lieferungen nach Deutschland sind überdurchschnittlich stark gefallen, wie aus der von HBAG Bloemen en Planten monatlich veröffentlichten Statistik hervorgeht. 

Schnee statt Blumen und Pflanzen, dies wirkte sich auch auf Exportzahlen aus. Foto: Wodicka

Für 64,7 Millionen Euro lieferten die Holländer im März 2013 Topf- und Gartenpflanzen nach Deutschland. Dies waren um fast 30 Millionen Euro und damit um 30,8 Prozent weniger als im März 2012. Jedoch war der März 2012 ein besonders guter Monat. Daher als objektiverer Vergleich hier auch ein Blick auf ältere März-Daten zum niederländischen Exportumsatz Topf- und Gartenpflanzen nach Deutschland:

  • März 2013 = 64,7 Millionen Euro;
  • März 2012 = 93,4 Millionen Euro;
  • März 2011 = 79,9 Millionen Euro;
  • März 2010 = 85,6 Millionen Euro;
  • März 2009 = 71,9 Millionen Euro.

Fast genauso heftig sanken im März 2013 die Exportumsätze aus den Lieferungen von Topf- und Gartenpflanzen nach Dänemark (minus 30,6 Prozent gegenüber März 2012), Großbritannien (minus 27,2 Prozent), Österreich (minus 21,3 Prozent) und Schweiz (minus 20,4 Prozent) – verglichen mit März 2012. Bei den Lieferungen nach Frankreich gab es dagegen nur eine Verminderung um 10,6 Prozent. Einem dramatischen Rückgang der Lieferungen in den Großraum Paris (minus 32 Prozent) stand hierbei eine 23,9-prozentige Zunahme in die westlichen Landesteile gegenüber.

Auf den Schnittblumenabsatz und -export hat sich der kalte März nur wenig ausgewirkt. 123,2 Millionen Euro erzielten die niederländischen Exporthändler im März 2013 für ihre Schnittblumenlieferungen nach Deutschland. Dies waren 4,4 Prozent weniger als im März 2012, aber fast 20 Millionen Euro mehr als im März 2011.

Der gesamte niederländische Export von Schnittblumen im März 2013 belief sich auf 365,7 Millionen Euro, im gesamten ersten Quartal 2013 auf 989,8 Millionen Euro. Dies entspricht einer Zunahme um 0,4 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2012. Auf die vier wichtigsten Empfängerländer verteilen sich die Exportumsätze im ersten Quartal 2013 wie folgt:

  • Deutschland = 305,5 Millionen Euro, davon 123,2 Millionen Euro im März;
  • Vereintes Königreich = 187,7 Millionen Euro, davon 83,1 Millionen Euro im März;
  • Frankreich = 112,7 Millionen Euro, davon 32,5 Millionen Euro im März;
  • Russland = 74,5 Millionen Euro, davon15,8 Millionen Euro im März.

Für 1,514 Milliarden Euro exportierten die Niederlande insgesamt während des ersten Quartals 2013 im Bereich Schnittblumen, Topf- und Gartenpflanzen. Dies waren 2,2 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Speziell im März gab es einen Rückgang um 10,2 Prozent auf 569,4 Millionen Euro. Knapp ein Drittel – genau: 30,79 Prozent im gesamten Quartal und 33 Prozent im März – basiert auf den Lieferungen nach Deutschland. Der Exportwert der Lieferungen nach Deutschland war um 4,4 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2012.

Folgende Zahlen nennt die HBAG Bloemen en Planten-Exportstatistik zu den zehn wichtigsten Empfängerländern, bezogen auf das erste Quartal 2013 (Schnittblumen plus Topf- und Gartenpflanzen):

  • Deutschland = 466,2 Millionen Euro (minus 4,4 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2012);
  • Vereintes Königreich = 230,1 Millionen Euro (minus 0,5 Prozent);
  • Frankreich = 173,7 Millionen Euro (minus 0,1 Prozent);
  • Russland = 94,7 Millionen Euro (plus 6,3 Prozent);
  • Italien = 69,2 Millionen Euro (minus 9,8 Prozent);
  • Belgien = 55,4 Millionen Euro (minus 0,6 Prozent);
  • Schweiz = 45,2 Millionen Euro (minus 4,6 Prozent);
  • Österreich = 41,6 Millionen Euro (minus 5,2 Prozent);
  • Polen = 39,0 Millionen Euro (plus 0,3 Prozent);
  • Schweden = 37,4 Millionen Euro (plus 5,5 Prozent). (eh)