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Interview: Floristen mehr Kontrolle geben

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Florismart ist jetzt auch in Deutschland vertreten. Vor kurzem hat der Online-Blumenmarkt sein Büro im FloristPark International eröffnet – Sitz des Fachverbands Deutscher Floristen (FDF). TASPO Online sprach mit Lisa Wünnenberg vom Florismart Deutschland-Team unter anderem über die Kooperation mit dem FDF und inwiefern Floristen von der deutschen Niederlassung profitieren.

Das Team von Florismart Deutschland (v. l.): Lisa Wünnenberg, Savannah Stelwagen, Michaela Gellen. Foto: Florismart Deutschland

Soll Florismart Deutschland eine reine B2B-Plattform für Lieferanten und Floristen sein – oder kann dort auch der Endverbraucher einkaufen?

Florismart ist eine B2B-Plattform für professionelle Floristen und wird dies auch in Zukunft bleiben. Unsere Vision macht deutlich, warum wir nicht an Endverbraucher verkaufen: Wir möchten die Lieferkette für Floristen verbessern und so sicherstellen, dass sie weiterhin die Hauptquelle für florale Produkte bleiben. Unser Ziel ist es, den Floristen mehr Kontrolle im Einkaufprozess zu geben.

Welche Pflanzen und Produkte bietet Florismart Deutschland an?

Auf unserer Plattform bieten zwölf Lieferanten unzählige Produkte an. Von Blumen über Pflanzen bis hin zu Zubehör und Dekoartikeln, bietet unser Onlineshop alles, was ein Florist benötigt. Es gibt kein anderes Unternehmen, das so viele Produkte auf einer Plattform anbietet. Sollte einmal ein Artikel bei einem Lieferanten ausverkauft sein, ist er höchstwahrscheinlich bei einem der anderen Lieferanten erhältlich.

Die auf Ihrer Webseite genannten Lieferanten sitzen hauptsächlich in den Niederlanden. Was ist mit deutschen Lieferanten?

Alle Unternehmen, die aktuell bei Florismart Deutschland ihre Produkte anbieten, sind in den Niederlanden ansässig. Wir arbeiten aber bereits an Kooperationen mit deutschen Anbietern. Im Januar 2017 wird Greenzone, als erster deutscher Lieferant, seine Produkte bei Florismart verkaufen. Wir möchten die deutschen Unternehmen unterstützen und finden es wichtig, lokale Produkte anzubieten. Daher ist es eine unserer Prioritäten, mehr deutsche Lieferanten bei Florismart aufzunehmen.

Sieht sich Florismart als Konkurrenz für den Großhandel, oder ist dieser mit einbezogen?

Wir sehen uns nicht als Konkurrenz, da wir kein Großhändler sind. Wir bieten eine Plattform, auf der Lieferanten und auch Großhändler ihre Produkte anbieten können. Somit bieten wir Großhändlern vielmehr eine Chance, als eine Konkurrenz für sie darzustellen.

Welche Rolle spielt der FDF als Kooperationspartner, wie sieht die Kooperation zwischen Florismart und FDF aus?

Florismart ist der Meinung, dass Wirtschaftsverbände wichtig sind, um die Blumenindustrie und besonders die Floristen zu stärken. Darum unterstützen wir den Verband in England (BFA) mit einem Prozent von unserem Umsatz. In Deutschland ist uns der FDF ein wertvoller Partner, weil er gezielt den Blumeneinzelhandel fördert. Unser gemeinsames Projekt „Flower Lab“ soll Floristen Inspiration geben und sie dabei unterstützen, die neue Kundengeneration der Millennials zu erreichen. Auf der IPM 2017 wird die Ausstellung in der FDF World gezeigt.

Über Florismart

Der Online-Blumenmarkt Florismart will Züchter, Lieferanten und Floristen auf einer gemeinsamen Plattform zusammenbringen. Floristen können nach ihrer Registrierung im Onlineshop ihre Suchanfrage – spezifiziert nach Stiellänge, Preis und Qualität – eingeben. Florismart vergleicht Bestand und Preise aller Zulieferer im System und sichert seinen Kunden zu, dass sie bereits am nächsten Tag ihre Bestellung zum besten Tagespreis erhalten.