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Interview: Frische Meister im Verkauf

Zum kommenden Schuljahr 2008/2009 soll die Meisterausbildung mit Schwerpunkt "Beraten und Verkaufen" an der Fachschule Essen starten. Wir sprachen darüber mit dem zuständigen Fachlehrer Walter von Danwitz.

? Wie kam es zu diesem Entschluss?

Diese Ausbildung wurde auf Wunsch der Praxis initiiert. Unternehmer aus Nordrhein-Westfalen und einige aus dem -gesamten Bundesgebiet wie auch Verbandsvertreter haben diese Lücke bemerkt. Sie wollten gerne eine solche Fachausbildung einrichten, zumal sich hier in Nordrhein-Westfalen bereits die Spezialausbildung zum Pflanzenfachberater etabliert hat. Hier durchlaufen seit 2001 Absolventen diese Ausbildung und arbeiten in den Betrieben. Sie sind teilweise jetzt auf der Suche nach einer Fortbildungsmöglichkeit in ihrem Bereich. Und die gärtnerischen Betriebe melden einen Bedarf an solcherart ausgebildeten Fachleuten. Teilweise suchen sie händeringend qualifiziertes Personal und Führungskräfte.

? Wieviele Absolventen der spezialisierten Verkaufsausbildung Pflanzenfachberater gab es denn bisher?

Zwischen 35 und 45 jährlich in Nordrhein-Westfalen.

Einmal für diese Leute, aber für welche noch ist die neue Meisterausbildung denn gedacht?

Eigentlich für jeden Gärtner, der gerne im Verkauf arbeiten möchte oder vielleicht auch schon einige Verkaufserfahrung mitbringt. Sie ist damit offen für jeden Bewerber mit gärtnerischem Abschluss und 36 Monaten Praxiszeit.

? Was kann ein gärtnerisches Unternehmen konkret von Mitarbeitern mit diesem Meisterabschluss "Beraten und verkaufen" erwarten?

Ziel unserer Ausbildung ist, die Führungskraft heranzubilden. Betriebe, die Meisterschulabsolventen einstellen, können also dann eine rechte Hand des Chefs erwarten. Jemanden, der qualifiziert im Umgang mit Kunden ist, der sich in betriebswirtschaftlichen Fragen auskennt, mit Kalkulation und Buchführung, Handelsrecht, kurz: der gesamte kaufmännische Bereich wird gelehrt neben der gärtnerischen Grundausbildung. Der Titel bleibt allerdings Baumschulmeister oder Zierpflanzenbaumeister. Im Mittelpunkt steht aber der Umgang mit dem Kunden und die Warenpräsentation, die Kalkulation im Endverkauf und der Produktionsbereich spielen eine untergeordnete Rolle.

Schon bei der Einführung des Pflanzenfachberaters wurde vielfach bedauert, dass es keine eigene Fachsparte Beraten und Verkaufen geworden ist.

Das gesamte Interview lesen Sie in der aktuellen TASPO-Ausgabe Nr. 4