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Interview mit dem Projektleiter der Hortitechnica

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Dieses Jahr findet erstmals die von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft ins Leben gerufene Hortitechnica, eine neue Fachmesse für Sonderkulturen, statt. Die Messe wird im Verbund mit der Intervitis Interfructa vom 27. bis 30. November in Stuttgart veranstaltet. Die gesamte Messe nennt sich daher künftig Intervitis Interfructa Hortitechnica. Die TASPO sprach mit Christian Karnowski, dem Projektleiter der neuen Fachmesse.

Welchen Beweggrund gab es für die Hortitechnica?

Der Anbau von Sonderkulturen ist für viele Landwirte in Deutschland und in Europa ein wichtiges
Standbein. Dies zeigen die Ergebnisse unserer Besucherumfragen auf der Agritechnica. So kamen zur vergangenen Agritechnica mehr als 20.000 Besucher nur oder auch wegen dem Thema Sonderkulturen. Ihr Interesse galt insbesondere den neuesten Techniken zur Bewältigung von pflegeintensiven Feldfrüchten, zu Fragen des effizienten Anbaus bis hin zur Verarbeitung. Diesen Besuchern wollen wir mit der Hortitechnica einen separaten, internationalen Branchentreff und Marktplatz präsentieren.

Warum findet die Messe in Stuttgart und in Verbindung mit der Intervitis Interfructa statt? Welche Rolle spielt der Aspekt, dass die Messe in den Zwischenjahren zur Agritechnica stattfindet?

Durch die vielen technischen Parallelen innerhalb der Prozesskette stellt sich schnell eine Verbindung zwischen der Traditionsmesse Intervitis Interfructa (Technik für Wein und Saft) und der Technik für Sonderkulten her. Daher sind wir sehr froh mit dem Deutschen Weinbauverband (DWV) einen starken Partner zu haben und freuen uns gemeinsam 2016 die Intervitis Interfructa Hotitechnica in Stuttgart zu veranstalten. Der Bereich Technik für Sonderkulturen wird auch in Zukunft auf der Agritechnica vertreten sein, daher war für uns klar, dass die neue Messe im Wechsel stattfinden muss.

Was verstehen Sie unter Sonderkulturen?

Unter Sonderkulturen verstehen wir neben dem auf der Intervitis Interfructa präsentierten Wein- und Obstbau unter anderem Hopfen, Spargel, Erdbeeren Zwiebeln, Möhren und Kohl. Dies sind alles Kulturen, die hohe Ansprüche an Klima, Boden, Pflege, Ernte und Verarbeitung stellen und durch einen hohen Arbeits- und Kapitalaufwand pro Hektar gekennzeichnet sind.

Zählen auch Baumschulgehölze und Zierpflanzen zu den Sonderkulturen?

Ja, auch Baumschulgehölze und der Zierpflanzenanbau gehören zu den Sonderkulturen und werden in Zukunft für die Hortitechnica ausgebaut.

Es gibt bereits Messen für Sonderkulturen wie beispielsweise die Spargel und Erdbeerbörse (expoSE) in Karlsruhe. Was unterscheidet die Messe von den bereits bestehenden? Sind die gleichen Aussteller vertreten?

Ein großer Unterschied ist sicherlich unser Messekonzept. Durch die Partnerschaft mit dem DWV können wir als einzige Messe unsere Besucher entlang der kompletten Prozesskette informieren. Von der Bodenbearbeitung über die Saat und Pflege bis hin zur Ernte und Verarbeitung. Die Hortitechnica wird in die bewährte Struktur der Intervitis Interfructa eingebunden.

Wie soll die Internationalität erreicht werden?

Die DLG ist international hervorragend vernetzt. Durch unsere Tochterunternehmen und langjährigen internationalen Partner in zahlreichen Ländern, wie Italien, Polen, Türkei, China oder in den Niederlanden, erreichen wir die verschiedenen Besucherzielgruppen. Hier profitieren wir insbesondere von den Erfahrungen aus unseren weltweiten Leitmessen Agritechnica und EuroTier.

Welche Hersteller/Anbieter sprechen Sie an?

Auf der Hortitechnica sprechen wir alle Unternehmen entlang der Prozesskette an. Im Einzelnen geht es dabei um die Themen Neuanlagen, Saatgut, Gewächshäuser, Bewässerung, Zugmaschinen und Transportgeräte, Traktoren, Bodenbearbeitung, Pflanzenschutz und Pflanzenpflege, Anbau- und Erntetechnik, Be- und Verarbeitung von Trauben, Obst und Gemüse, Verpackungsmaschinen sowie um Dienstleistungen und Informationsangebote.