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Interview: Gartenbau zu klein für eigene Suppe

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„Der Gartenbau ist einfach zu klein, als dass jeder seine eigene Suppe kochen könnte“, findet Indega-Präsident Frank Lock. Entsprechend sucht die Interessenvertretung der deutschen Industrie für den Gartenbau auch unter Locks Führung die Zusammenarbeit mit anderen grünen Verbänden, wie etwa dem Zentralverband Gartenbau (ZVG). Welche Zukunftspläne Lock noch hat, was er ändern will, was beibehalten, und wo er den Gartenbau sieht, hat der Indega-Präsident im Interview mit der TASPO verraten.

Sein Herz schlägt für den Gartenbau: Indega-Präsident Frank Lock. Foto: Iris Anger


Bekannt ist die Indega durch ihre weltweite Präsenz auf zahlreichen Messen. Soll das ihre einzige Ausrichtung bleiben?

Frank Lock: In der Tat sind die Messe‧aktivitäten der Indega die auffälligsten Aktivitäten in der Öffentlichkeit, aber bei Weitem nicht die einzigen. Der Ursprung war die Idee, gemeinsam neue Märkte zu erschließen und zu bearbeiten. Unsere Mitglieder sind heute sehr unterschiedlich aufgestellt.  Es gibt weiterhin solche, die stark exportorientiert neue Märkte suchen und für die Messen ein wichtiges Medium sind. Und dann gibt es diejenigen, die sich mehr auf etablierten Märkten tummeln. Auf die Interessen dieser Gruppe wollen wir zukünftig stärker eingehen.

Haben sich da die Interessen der Indega-Mitglieder gewandelt?

Ja, einfach dadurch, dass sich in den letzten Jahren die Mitgliederstruktur weiterentwickelt hat. Schon bei der Gründung waren neben der Gewächshaustechnik die Bereiche Dünger und Substrate vertreten, etwas später traten die ersten Jungpflanzenproduzenten ein. Alles Firmen, die sehr international agieren und weltweit neue Märkte suchen. Neu dazugekommen mit einer erfreulich positiven Entwicklung ist die Freilandtechnik inklusive GaLaBau.

Eines der erklärten Ziel der Indega ist das Bündeln und Kommunizieren der fachlichen Kompetenz der Mitgliedsunternehmen. Was hat der Gärtner davon?

Eine neue Überlegung ist, die Ergebnisse aus den Zineg-Erfahrungen und -Versuchen für den Gärtner so aufzubereiten, dass er bei seiner Gewächshausplanung darauf zugreifen kann. Also, welche Vor- und Nachteile hat welches Vorgehen für ihn, und was kostet es ihn im Einzelnen, wenn er mit einem doppelten Energieschirm arbeitet oder mit einer bestimmten Dacheindeckung? Aus dem Gesamtpaket könnte er sich dann quasi Module heraussuchen, die auf ihn und seinen Geldbeutel zugeschnitten sind.

Die neue Fachgruppe Freiland will herausarbeiten, welche Unterstützung sie mit ihren Geräten bei der Produktion von gesundem Obst und Gemüse bieten kann. Lösungen sind da, es fehlt an der einen oder anderen Stelle an der Marktdurchdringung.

Wichtig sind unsere Arbeiten und Veröffentlichungen zur momentan anstehenden Normierung bei Gewächshäusern. Wir sitzen in den Gremien, begleiten die Diskussion darüber und setzen uns dafür ein, dass sich die Einschränkungen für die Gewächshausindustrie und für die Gärtner in Grenzen halten und Gewächshausbau weiter handhabbar bleibt.

Das komplette Interview mit Indega-Präsident Frank Lock lesen Sie in der TASPO 32/2015.